
Borussia Dortmund war einer der aktivsten Vereine im Januar-Transferfenster. Die Schwarz-Gelben tätigten mehrere wichtige Verpflichtungen und präsentierten mit Niko Kovač einen neuen Cheftrainer.
Die Bundesliga-Giganten verstärkten ihren Kader mit hochkarätigen Neuzugängen wie Ruben Loftus-Cheek, Carney Chukwuemeka und Daniel Svensson. Zudem sicherten sie sich mit Diant Ramaj einen talentierten Torhüter für die Zukunft. Obwohl BVB Rayan Cherki nicht verpflichten konnte, signalisiert ihr aggressiver Ansatz auf dem Transfermarkt die klare Absicht, in der zweiten Saisonhälfte auf höchstem Niveau zu konkurrieren.
Loftus-Cheek verstärkt das Mittelfeld
Eine der auffälligsten Neuverpflichtungen ist Ruben Loftus-Cheek von AC Mailand. Der englische Mittelfeldspieler, der seine Karriere beim FC Chelsea begann, hat sich einen Namen durch seine Physis, Ballkontrolle und Vielseitigkeit gemacht. Nach Leihstationen bei Crystal Palace und Fulham wechselte er 2023 zu Milan, wo er sich schnell an die Serie A anpasste. Nun hat Dortmund ihn unter Vertrag genommen, um das Mittelfeld zu stärken. Seine Fähigkeit, verschiedene Rollen im Zentrum zu übernehmen, wird für Kovač von großem Nutzen sein.
Carney Chukwuemeka kommt auf Leihbasis vom FC Chelsea
Eine weitere wichtige Verstärkung im Mittelfeld ist Carney Chukwuemeka, der auf Leihbasis vom FC Chelsea kommt. Die finanziellen Details des Deals sind noch unklar: Während The Athletic berichtet, dass Dortmund eine Kaufoption über 50 Millionen Euro hat, spricht Kicker von einer möglichen Ablösesumme von rund 35 Millionen Euro.
Unabhängig von den endgültigen Zahlen wird der 21-jährige englische U20-Nationalspieler Dortmunds Mittelfeld mit Energie und Dynamik bereichern. Da Chukwuemeka bei Chelsea nur begrenzte Einsatzzeiten hatte, will er sich nun in der Bundesliga beweisen. Sportdirektor Sebastian Kehl lobte den Youngster:
„Carney ist ein äußerst talentierter Box-to-Box-Spieler, der bereits in der Premier League für Aufsehen gesorgt hat.“
Diant Ramaj – Eine Investition für die Zukunft
Dortmund sicherte sich zudem die Dienste von Torhüter Diant Ramaj von Ajax Amsterdam. Der 23-Jährige, der zuvor für Eintracht Frankfurt spielte, wird für den Rest der Saison an den FC Kopenhagen verliehen. Ramaj gilt als mögliche langfristige Nachfolge von Gregor Kobel, weshalb BVB stark in seine Entwicklung investiert.
Kehl äußerte sich zu dem Transfer:
„Diant ist ein junger deutscher Torwart mit viel Potenzial. Matchpraxis ist für ihn momentan das Wichtigste, und die wird er in Kopenhagen bekommen.“
Daniel Svensson kommt per Leihe mit Kaufoption
Auch die Defensive wurde verstärkt: Der schwedische Außenverteidiger Daniel Svensson wechselt auf Leihbasis vom FC Nordsjælland nach Dortmund. Der Deal beinhaltet eine Leihgebühr von einer Million Euro sowie eine Kaufoption zwischen sechs und sieben Millionen Euro, die unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden kann. Svensson selbst hat bereits signalisiert, dass er gerne langfristig in Dortmund bleiben würde.
Niko Kovač übernimmt als neuer Trainer
Die größte Veränderung im Winter fand jedoch an der Seitenlinie statt: Niko Kovač wurde als neuer Cheftrainer vorgestellt und ersetzt Nuri Şahin. Der ehemalige Bayern- und Frankfurt-Coach hat einen Vertrag bis 2026 unterschrieben und wird sein Amt nach dem kommenden Spiel gegen Heidenheim antreten.
Kovač, der mit Bayern München das Double gewann und Eintracht Frankfurt zum DFB-Pokalsieg führte, soll Dortmund wieder zu alter Stärke führen. In seinem ersten Statement zeigte er sich optimistisch:
„Die Gespräche mit Lars Ricken waren sehr konstruktiv. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.“
Seine erste große Bewährungsprobe wird das Spiel gegen den VfB Stuttgart sein, gefolgt von einem wichtigen Champions-League-Playoff gegen entweder den FC Brügge oder Sporting CP.
Fazit: Ein klares Zeichen der Ambition
Borussia Dortmunds Aktivität im Januar-Transferfenster unterstreicht den Anspruch, in allen Wettbewerben konkurrenzfähig zu bleiben. Während Loftus-Cheek und Chukwuemeka das Mittelfeld kreativer und tiefer besetzen, verstärkt Svensson die Defensive, und Ramaj ist eine strategische Investition für die Zukunft.
Mit Kovač an der Seitenlinie hat der BVB ein deutliches Zeichen gesetzt: Der Klub will in der zweiten Saisonhälfte angreifen und um Titel mitspielen. Ob diese Transfers den gewünschten Erfolg bringen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.