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„Ein fader Beigeschmack“: Kircher reagiert auf Schiedsrichter-Fehler, die die Bundesliga erschüttern

Deutschlands Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hat offen eine Reihe umstrittener Entscheidungen in der Bundesliga eingeräumt und zugegeben, dass die jüngsten Fehler einen „faden Beigeschmack“ hinterlassen und die Rückkehr der Liga nach der Winterpause etwas überschattet haben.

Im Gespräch mit kicker wollte Kircher die Fehler der Unparteiischen in den vergangenen Wochen nicht verharmlosen. Er betonte, dass jeder einzelne Vorfall sorgfältig geprüft und mit den beteiligten Schiedsrichtern besprochen worden sei. Aus fachlicher Sicht seien die Situationen klar analysiert worden, sodass zu erwarten sei, dass ähnliche Fehler künftig entweder vollständig vermieden werden oder zumindest deutlich seltener vorkommen.

Die Kritik kommt nach mehreren Bundesliga-Spielen, die durch umstrittene Entscheidungen geprägt waren und die Schiedsrichter erneut unter öffentliche und mediale Beobachtung gestellt haben. Kircher betonte, dass das Schiedsrichterwesen weiterhin eine menschliche Aufgabe sei – auch mit Unterstützung von VAR – und warnte davor, eine universelle Lösung zu erwarten.

„Nicht alle Fälle sind vergleichbar“, erklärte er und unterstrich, dass Fußballentscheidungen häufig kontextabhängig und nicht nach starren Vorlagen getroffen werden können.

Trotz der Kritik wies Kircher die Behauptung zurück, die Schiedsrichter-Leistungen seien grundsätzlich instabil. Stattdessen räumte er ein, dass punktuelle Verbesserungen nötig seien. So hätten die Schiedsrichter kürzlich an einem digitalen Workshop teilgenommen, um Richtlinien und Kriterien, insbesondere zur Einheitlichkeit, zu vertiefen. Weitere Maßnahmen seien geplant, darunter ein Trainingslager Ende Februar/Anfang März, das Klarheit und Sicherheit zurückbringen soll.

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Kircher optimistisch, dass diese Schritte die Leistungen stabilisieren und dazu beitragen werden, einen ruhigeren und weniger umstrittenen Saisonabschluss in der Bundesliga zu ermöglichen, während die Liga in ihre entscheidende Schlussphase geht.

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