Die Frauen von 1. FC Union Berlin stehen am Ende der laufenden Saison vor einem bedeutenden Führungswechsel: Cheftrainerin Ailien Poese hat angekündigt, ihr Amt niederzulegen und eine Position im Nachwuchsentwicklungsbereich des Vereins zu übernehmen.
Die 41-Jährige, die seit 2022 an der Spitze der Union-Frauen steht, bestätigte, dass sie ihre Position als Erstligatrainerin nach der Saison 2025/26 verlassen wird, um sich auf die Förderung junger Talente im neu zertifizierten Nachwuchsleistungszentrum des Vereins zu konzentrieren.
Vereinsverantwortliche beschrieben Poeses Entscheidung als persönliche Wahl, den Weg von der Jugend- in den Profibereich des Frauenfußballs zu stärken und gleichzeitig zur langfristigen Vision der Entwicklungsprogramme des Vereins beizutragen.
Poeses Weg bei Union Berlin ist eng mit dem Aufstieg der Frauenmannschaft verbunden. Nach ihrer Ernennung zur Cheftrainerin 2022 leitete sie den raschen Aufstieg des Vereins von der Regionalliga in die Frauen-Bundesliga, die höchste Spielklasse des Frauenfußballs in Deutschland. Unter ihrer Führung sicherte sich Union aufeinanderfolgende Aufstiege und erarbeitete sich Respekt als wettbewerbsfähige Mannschaft in der Eliteklasse.
Trotz der aktuellen Platzierung auf Rang zehn in der Bundesliga, die eine herausfordernde, aber stabile erste Saison auf höchstem Niveau widerspiegelt, wird Poeses Einfluss sowohl auf als auch neben dem Platz weithin anerkannt. Geschäftsführerin Jennifer Zietz lobte ihre Rolle bei der Professionalisierung des Frauenfußballs im Verein und betonte, dass Poese weiterhin eine wichtige Figur in den Zukunftsplänen von Union Berlin bleiben werde.
Bevor sie als Trainerin zu Union zurückkehrte, hatte Poese tiefe Wurzeln im Verein: Sie spielte von 1998 bis 2010 für Union und bekleidete verschiedene Trainerpositionen im Frauen- und Mädchenfußball. Ihr Wechsel zurück in die Nachwuchsförderung baut auf dieser engen Verbindung auf und unterstreicht das Engagement des Vereins, Talente von innen heraus zu entwickeln.
Union Berlin wird nun die Suche nach einer neuen Cheftrainerin für die Saison 2026/27 beginnen, mit dem Ziel, auf Poeses Fundament aufzubauen und weiterhin auf höchstem Niveau des deutschen Frauenfußballs mitzuspielen.





