Er gehört in dieser Saison zu den verlässlichsten Spielern des Hamburger SV und sendet nun ein klares Signal in Richtung Zukunft. Linksverteidiger Miro Muheim hat sich nicht nur sportlich etabliert, sondern auch offen seine Verbundenheit mit dem Klub betont.
Bis auf ein einziges Bundesligaspiel – ausgerechnet das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen – stand der Schweizer in dieser Spielzeit immer auf dem Platz. In bislang 26 Pflichtspielen überzeugte Muheim mit konstanten Leistungen. Zwar wartet der 27-Jährige noch auf sein erstes Bundesliga-Tor, doch mit vier Vorlagen unterstreicht er vor allem im Offensivspiel seine Bedeutung.
Sein Weg nach Hamburg verlief jedoch keineswegs geradlinig. Als Muheim 2021 vom FC St. Gallen zum HSV wechselte, galt er zunächst als Spieler mit Entwicklungspotenzial. Immer wieder zeigte er Unsicherheiten im Aufbauspiel und leistete sich defensive Fehler. Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen 2022, die Kaufoption in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu ziehen – ein Vertrauensbeweis, der sich inzwischen ausgezahlt hat.
In den folgenden Jahren entwickelte sich Muheim zu einer festen Größe und schaffte auch den Sprung in die Schweizer Nationalmannschaft. Seine Leistungen wurden konstanter, sein Spiel kompletter. Ob mit dynamischen Vorstößen in der Offensive oder mit Stabilität in der Defensive – Muheim ist inzwischen auf beiden Seiten des Spiels ein wichtiger Faktor. Parallel dazu ist auch sein Marktwert deutlich gestiegen.
Doch wie geht es über den Sommer hinaus weiter? Vertraglich ist Muheim noch bis 2027 gebunden, dennoch könnte ein Wechsel in der kommenden Transferperiode ein Thema werden – nicht zuletzt, weil der HSV andernfalls im darauffolgenden Jahr möglicherweise keine Ablöse mehr erzielen könnte.
Der Spieler selbst vermeidet bislang klare Aussagen zu seiner Zukunft, lässt jedoch tief blicken:
„Der Fokus liegt aktuell nur auf dem Saisonendspurt. Vielleicht ist es ein Thema, das dann im Sommer mal besprochen wird. Ich liebe diesen Verein, identifiziere mich mit der Stadt, den Fans und dem Klub.“
Auch seine persönliche Entwicklung bewertet Muheim reflektiert. Der Schritt von der dominanten Rolle in der 2. Bundesliga hin zu den Anforderungen im Oberhaus sei deutlich spürbar gewesen:
„Unser Spiel hat sich grundlegend verändert und meine Rolle auch. Ich bin viel mehr in der Defensive gefordert. Nach drei Jahren Dominanz in der 2. Liga war das eine Umstellung. Es war eine anspruchsvolle Herausforderung, aber eine, die mir Spaß gemacht hat. Ich habe ebenfalls Schritte beim Thema Führung gemacht.“
Vieles deutet darauf hin, dass der HSV mittelfristig mit Muheim verlängern möchte. Ob es bereits im Sommer zu konkreten Gesprächen kommt oder erst gegen Ende des Jahres, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Miro Muheim ist aus der aktuellen Mannschaft kaum noch wegzudenken.



