Die Saison des VfL Wolfsburg steht auf der Kippe — und damit auch die künftige Transferstrategie des Klubs.
Nach dem wichtigen 2:1-Sieg gegen Union Berlin hat der VfL im Abstiegskampf neue Hoffnung geschöpft und den Rückstand auf den Relegationsplatz, den aktuell der FC St. Pauli belegt, auf nur noch zwei Punkte verkürzt. Doch trotz dieses kleinen Aufatmens bleibt die Unsicherheit groß und prägt weiterhin die Planungen hinter den Kulissen.
Wie die Sport Bild berichtet, bereitet sich Wolfsburg bereits auf verschiedene Szenarien vor — darunter auch ein möglicher Abstieg in die 2. Bundesliga — und hat dabei ein auffälliges Trio von Hertha BSC ins Visier genommen: Torhüter Tjark Ernst, Verteidiger Linus Gechter und Stürmer Fabian Reese.
Intern gelten die drei als mögliche Säulen für einen künftigen Wiederaufbau und eine direkte Rückkehr ins Oberhaus, sollte der Worst Case eintreten. Ernst und Gechter stehen noch bis 2027 bei Hertha unter Vertrag, während Reese bis 2030 gebunden ist und zudem starkes Interesse weiterer Bundesliga-Klubs geweckt haben soll.
Auch bei Hertha selbst bleibt die Lage angespannt. Die Aufstiegshoffnungen schwinden bei einem Rückstand von sieben Punkten zunehmend, sodass der Fokus langsam in Richtung Umstrukturierung geht. Cheftrainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber sollen zwar im Amt bleiben, dennoch sind finanzielle Einschnitte bereits geplant.
Auch Wolfsburg stellt sich auf größere Veränderungen im Kader ein. Mehrere Leistungsträger wie Kamil Grabara, Mohamed Amoura, Patrick Wimmer und Lovro Majer gelten im Falle eines Abstiegs als mögliche Verkaufskandidaten. Dennoch wäre der Klub weiterhin bereit, erheblich in den Neuaufbau zu investieren. Auch Namen wie Haris Tabakovic und Niclas Füllkrug werden intern diskutiert, konkrete Transferabsichten bestehen jedoch noch nicht.
Der VfL Wolfsburg bewegt sich damit derzeit zwischen Klassenerhalt und Neustart — mit den aufstrebenden Talenten von Hertha BSC fest im Blick.