Köln trotz Niederlage stabil – Wagners Zukunft weiter offen
Auch nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim hat der 1. FC Köln sein Saisonziel bereits erreicht: den Klassenerhalt in der Bundesliga. Der Blick richtet sich nun auf die Zukunft – insbesondere auf die Frage, ob Interimstrainer René Wagner über den Sommer hinaus im Amt bleibt.
Eine schnelle Entscheidung dazu lässt die Vereinsführung jedoch weiterhin bewusst offen.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler widersprach Spekulationen, wonach Wagners Aufstieg vom Interimstrainer zum Cheftrainer kurz bevorstehe. Nach der Partie bei DAZN stellte er klar:
„Ich verspüre da keinen Zeitdruck. Wir werden nach der Saison alles in Ruhe analysieren.“
Damit reagierte er direkt auf Aussagen von Wagner vor dem Spiel, der eine baldige Klärung erwartet hatte:
„Dann gehe ich mal davon aus, dass wir dann ab morgen mehr wissen werden.“
Trotz der offenen Zukunft gilt Wagner intern weiterhin als Kandidat für eine Weiterbeschäftigung. Seit seiner Übernahme im März nach der Trennung von Lukas Kwasniok absolvierte der 37-Jährige sechs Spiele und holte sechs Punkte – genug, um den Klassenerhalt zu sichern.
Kessler lobte dabei ausdrücklich die Arbeit des Trainers in einer schwierigen Phase:
„Er hat das sehr, sehr sachlich und ruhig geschafft.“
Gleichzeitig betonte der Sportchef, dass keine überstürzten Entscheidungen getroffen werden:
„Wenn wir eine Woche vor dem Saisonstart mitteilen, wie es weitergeht, ist das auch okay.“
Er stellte zudem klar, dass Wagner vertraglich weiterhin gebunden ist:
„Er steht ja bei uns unter Vertrag.“
Dieser läuft noch bis Sommer 2028 und unterstreicht die langfristige Perspektive des Vereins – auch wenn die sportliche Führung die weitere Ausrichtung erst nach der Saison festlegen will.
Zwar kursierten zuletzt vereinzelt externe Namen wie Christian Eichner vom Karlsruher SC, doch insgesamt bleibt die Trainerfrage in Köln derzeit überschaubar.
Für Wagner, der nach dem Abgang von Lukas Kwasniok im Saisonverlauf aus dem Trainerteam aufgerückt war, ist die wichtigste Aufgabe bereits erfüllt: Gemeinsam mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu sichern – noch vor der Niederlage gegen Heidenheim, auch begünstigt durch die Ergebnisse von FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg.
Nun beginnt in Köln eine Phase der Analyse – nicht nur über eine gerettete Saison, sondern auch über die Frage, wer den Klub künftig führen wird.