Die Saison von Borussia Mönchengladbach ist sportlich zwar bereits abgesichert, doch finanziell bleibt die Schlussphase weiterhin von großer Bedeutung – und die Unterschiede sind kleiner, als es auf den ersten Blick scheint.
Trotz des gesicherten Klassenerhalts kämpfen die Gladbacher weiterhin um wichtige Einnahmen aus der TV-Geldverteilung. Dieser Kampf bekam am vergangenen Wochenende einen empfindlichen Dämpfer durch die 1:3-Niederlage beim FC Augsburg – ein Ergebnis, das weit über das Sportliche hinaus Folgen haben könnte.
Die Pleite stoppte nicht nur den positiven Trend, sondern führte auch zu einem Rückfall in der Fünfjahreswertung der Bundesliga, die maßgeblich die TV-Gelder bestimmt. Laut Berechnungen, die sich auf Bild beziehen, fiel Gladbach von Platz 11 auf Platz 13 zurück – ein Rückschritt, der einem finanziellen Verlust von rund fünf Millionen Euro entspricht.
Jede Tabellenposition in dieser Wertung ist ungefähr 2,5 Millionen Euro wert. Der Absturz um zwei Plätze summiert sich damit zu einer erheblichen Einbuße, die für einen finanziell sorgfältig arbeitenden Klub alles andere als nebensächlich ist.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt. Sportdirektor Rouven Schröder plant bereits intensiv den Sommer und eine umfassende Kaderumstrukturierung. In diesem Zusammenhang können selbst kleinere Millionenbeträge erheblichen Einfluss auf Transfers, Gehaltsstrukturen und den Handlungsspielraum des Klubs haben – auch wenn nicht das gesamte TV-Geld direkt ins Transferbudget fließt.
Intern wächst der Frust über die fehlende Konstanz in der Saison, ein Thema, das Schröder zuletzt auch öffentlich angesprochen hat. Die Niederlage in Augsburg verstärkte dabei erneut Zweifel an der Verlässlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaft, insbesondere in Spielen, in denen eigentlich mehr erwartet werden muss.
Ganz abgeschlossen ist die Situation jedoch noch nicht. Am letzten Spieltag besteht weiterhin die Möglichkeit, sich in der Tabelle zu verbessern und zumindest einen Teil der verlorenen Einnahmen zurückzuholen.
Am Ende bleibt ein letztes Spiel, das sportlich möglicherweise wenig Bedeutung hat – finanziell aber deutlich mehr, als es der Tabellenstand vermuten lässt.