Said El Malas rasanter Aufstieg beim 1. FC Köln verleiht der WM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft eine zusätzliche spannende Note, da Bundestrainer Julian Nagelsmann vor seiner finalen Kaderbekanntgabe eine immer größer werdende Gruppe offensiver Optionen bewertet.
Der 19-jährige Angreifer unterstrich seinen Durchbruch am Samstag eindrucksvoll, als er mit einem sehenswerten Treffer gegen den FC Bayern München erneut seine Klasse auf höchstem Niveau demonstrierte. Dabei überzeugte er einmal mehr mit Selbstvertrauen, Timing und technischer Qualität auf großer Bühne. Mit sechs Toren und einer Vorlage in der Rückrunde hat sich El Mala genau zum richtigen Zeitpunkt in den nationalen Fokus gespielt.
Nagelsmann selbst verfolgte den Spieltag vor Ort bei der Partie Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart und verpasste dadurch das Duell Köln gegen Bayern live. Später sah er die Highlights jedoch in der ZDF-Sendung sportstudio, wo er sich grundsätzlich zur Kaderplanung für die WM 2026 äußerte. Dabei vermied er direkte Aussagen zu einzelnen Kandidaten aus der zweiten Reihe, betonte jedoch, dass sich der endgültige Kader aus einer Mischung aus Klubleistungen und gewachsener Nationalmannschaftsstruktur zusammensetzen werde.
Der Bundestrainer bestätigte zudem, dass bereits eine vorläufige 55-Mann-Liste bei der FIFA eingereicht wurde – eine formale Vorgabe, die alle potenziellen Kandidaten umfasst. Auch El Mala gehört dazu.
Entscheidend ist außerdem: Nagelsmann kündigte an, dass alle Spieler im erweiterten Kreis persönlich kontaktiert werden. Jeder Akteur, der während seiner Amtszeit eine Rolle gespielt hat oder ernsthaft in Betracht gezogen wird, soll einen Anruf erhalten. Für El Mala wird dieser in den kommenden Tagen erwartet.
Die Botschaft ist eindeutig: Der Köln-Stürmer ist längst Teil der Überlegungen, aber noch nicht endgültig gesetzt. Wenige Tage vor der Bekanntgabe des 26-Mann-Kaders steht er damit zwischen Durchbruch und Ungewissheit – seine Form spricht für ihn, seine Zukunft bleibt offen.