Bei der Saisonabschlussfeier von 1. FC Köln in der Flora herrschte festliche Stimmung, während der Verein den Klassenerhalt sowohl der Männer- als auch der Frauenmannschaft feierte. Hinzu kam ein insgesamt erfolgreiches sportliches Jahr, das unter anderem durch den Einzug der U19 ins Finale um die Deutsche Meisterschaft unterstrichen wurde.
Abseits der Feierlichkeiten richtete sich der Blick jedoch schnell auf eine zentrale Frage, die die Planungen für die kommende Saison bestimmt: Wer übernimmt das Amt des Cheftrainers der ersten Mannschaft?
Präsident Jörn Stobbe gab dabei den bislang deutlichsten öffentlichen Hinweis auf den aktuellen Stand der internen Entscheidungsfindung und deutete an, dass René Wagner das Rennen um den Posten anführt.
„René Wagner ist aktuell natürlich in der Pole Position als Trainer“, sagte Stobbe und machte damit klar, dass der Verein ihn derzeit als Favoriten sieht. Gleichzeitig betonte er, dass seine jüngsten Eindrücke vom Coach sehr positiv gewesen seien und Wagner die ihm übertragene Aufgabe in einer schwierigen Phase erfolgreich erfüllt habe.
„Ich habe ihn in den letzten Wochen positiv wahrgenommen“, erklärte Stobbe. „Er hat seine Mission erfüllt und ich konnte ihn auch persönlich besser kennenlernen. Das hat mir sehr gefallen.“
Auch Wagners Auftreten innerhalb des Vereins spielte für Stobbe eine Rolle in der Bewertung. Besonders hob er dessen zurückhaltende Art hervor.
„Er stellt sich selbst nicht so in den Vordergrund“, sagte der Präsident. „Man nimmt ihm glaubhaft ab, dass ihm der 1. FC Köln und der Erfolg der Mannschaft wirklich wichtig sind.“
Trotz der klar positiven Tendenz betonte Stobbe, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei und zunächst eine umfassende Analyse der gesamten Saison erfolgen müsse, bevor ein Trainer bestätigt werde.
Auch Vizepräsident Ulf Sobek unterstrich Wagners Bedeutung. Er erklärte, dass dieser mit einer klaren Aufgabe betraut worden sei und diese durch den gesicherten Klassenerhalt erfüllt habe.
„René hatte in den vergangenen Wochen einen klaren Auftrag – und den hat er absolut erfüllt“, sagte Sobek. „Er hat uns letztendlich zum Klassenerhalt geführt. Das war ein ganz wichtiger Faktor und auch der Grund, warum wir uns bewusst für ihn entschieden haben.“
Sobek ergänzte, dass der Verein in Wagner einen Trainer mit großem Entwicklungspotenzial sehe, gleichzeitig aber noch ein umfassender Prüfprozess mit verschiedenen Gremien bevorstehe.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler äußerte sich derweil nicht zu der Situation und kündigte an, sich erst nach der finalen Trainerentscheidung wieder öffentlich zu positionieren.
Der Gesamteindruck aus der Vereinsführung deutet jedoch klar in eine Richtung: Wagner hat sich als führender Kandidat für das Traineramt des 1. FC Köln für die kommende Saison positioniert.