Ein Leihgeschäft, das zunächst unscheinbar begann, könnte sich im Sommer für den 1. FC Köln noch als äußerst lukrativ erweisen.
Mansour Ouro-Tagba, derzeit für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart in der 3. Liga im Einsatz, arbeitet sich Schritt für Schritt in eine Position, die einen dauerhaften Transfer auslösen könnte – und dem FC gleichzeitig einen beträchtlichen finanziellen Gewinn bescheren würde.
Der Stürmer, der während der Transfersperre des 1. FC Köln verpflichtet und direkt wieder verliehen wurde, hat bislang eine wechselhafte Entwicklung hinter sich. Seine erste Leihe zum damaligen Zweitligisten Jahn Regensburg verlief enttäuschend, anschließend spielte er in der Rückrunde der Saison 2024/25 für die U21 des FC in der Regionalliga West. Im vergangenen Sommer folgte eine erneute Leihe – diesmal zur Zweitvertretung des VfB Stuttgart in die 3. Liga.
Dort zeigt seine Entwicklung jedoch nach oben. Ouro-Tagba hat sich als feste Größe etabliert und stand bereits 20-mal in der Startelf. Dabei kommt er auf acht Tore und drei Vorlagen. An der Seite von Talenten wie Justin Diehl und Noah Darvich sammelte er zudem bereits Erfahrungen im Training der Bundesliga-Mannschaft unter Sebastian Hoeneß. Zuletzt ist seine Torquote zwar etwas zurückgegangen, sein Gesamtauftritt bleibt jedoch positiv.
Laut Bild besitzen die Stuttgarter eine Kaufoption in Höhe von rund zwei Millionen Euro – ein Betrag, der ihn zum teuersten Drittligatransfer aller Zeiten machen würde. Der bisherige Rekord liegt bei 1,55 Millionen Euro, die RB Leipzig einst für Yussuf Poulsen nach Lyngby überwies.
Ob Stuttgart die Option zieht, hängt nun vor allem von einer Frage ab: trauen die Verantwortlichen ihm den langfristigen Sprung in die Bundesliga zu, oder sehen sie in ihm lediglich einen soliden Drittligastürmer? Davon wird abhängen, ob aus der Leihe ein Rekordtransfer wird – oder nur ein weiteres Kapitel seiner Entwicklungskarriere.