Für Nelson Weiper könnte in diesem Sommer ein Tapetenwechsel bevorstehen. Der österreichische Vizemeister SK Sturm Graz hat Interesse am Stürmer des 1. FSV Mainz 05 bekundet, nachdem der 21-Jährige eine schwierige Saison hinter sich gebracht hat.
Laut der österreichischen Zeitung Krone hat Sturm Graz bereits bei Mainz wegen des deutschen U21-Nationalspielers angefragt, da der Klub seine Offensive verstärken möchte. Ob es sich dabei um ein Leihgeschäft oder einen festen Transfer handeln könnte und wie weit die Gespräche bereits fortgeschritten sind, ist bislang nicht bekannt.
Ein Abschied würde eine bemerkenswerte Wendung darstellen. Erst im vergangenen Sommer hatte Weiper seinen Vertrag nach längeren Verhandlungen bis Juni 2029 verlängert. Zuvor war er wegen der verzögerten Vertragsverlängerung sogar für die erste Runde des DFB-Pokals nicht berücksichtigt worden.
Sportlich verlief die Saison 2025/26 jedoch enttäuschend. Weiper kam überwiegend als Joker zum Einsatz, blieb in der Bundesliga ohne Tor und stand wettbewerbsübergreifend lediglich elfmal in 34 Einsätzen in der Startelf. Insgesamt erzielte er zwei Treffer.
Die schwierige Spielzeit wirkte sich auch deutlich auf seinen Marktwert aus. Im Oktober 2025 galt das Mainzer Eigengewächs mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro noch als wertvollster U21-Mittelstürmer Deutschlands. Nach seiner begrenzten Einsatzzeit und der geringen Torausbeute fiel sein Marktwert zuletzt von 10 Millionen auf 7 Millionen Euro, womit er nun auf Rang vier unter den wertvollsten deutschen U21-Mittelstürmern liegt.
Die Konkurrenz im Mainzer Angriff dürfte zudem weiter zunehmen. Mit Ransford Königsdörffer haben die Rheinhessen einen weiteren Mittelstürmer verpflichtet, wodurch Weipers Chancen auf regelmäßige Spielzeit weiter sinken könnten.
Mainz-Sportdirektor Niko Bungert hatte bereits Ende Mai eingeräumt, dass ein Wechsel durchaus eine Option sein könnte.
„Nelli ist grundsätzlich jemand, dem wir zutrauen, auch in der Bundesliga weiterhin eine gute Rolle zu spielen. Wie wir den Weg am besten fortführen, das müssen wir jetzt besprechen. Da müssen wir natürlich auch die Situation angucken, wie viel Sinn macht das bei uns? Oder wie viel Sinn macht vielleicht eine Luftveränderung?“
Der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold 2023 steht bei Mainz weiterhin bis 2029 unter Vertrag. Nach der ersten Kontaktaufnahme von Sturm Graz könnten die kommenden Wochen nun richtungsweisend für die Zukunft des talentierten Angreifers werden.