10.05.2026, xjmrgnx, Fussball 1.Bundesliga, 1.FC Koeln - 1.FC Heidenheim v.l. Geschäftsführer Thomas Kessler Koeln lacht DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO Koeln *** 10 05 2026, xjmrgnx, Soccer 1 Bundesliga, 1 FC Koeln 1 FC Heidenheim v l Managing Director Sport Thomas Kessler Koeln lacht DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO Koeln
René Wagner hat einen umfassenden Einblick in die ambitionierte Transferstrategie des 1. FC Köln gegeben und verraten, dass der Kaderumbau des Bundesligisten bis zum Ende des Transferfensters noch bis zu acht weitere Neuverpflichtungen umfassen könnte. Vor seiner ersten kompletten Saison als Bundesliga-Cheftrainer spielt Wagner nach eigenen Angaben gemeinsam mit Sportdirektor Thomas Kessler eine deutlich größere Rolle bei der Gestaltung des Kaders.
Im Gegensatz zu früheren Sommern als Co-Trainer stand für Wagner in der diesjährigen Sommerpause nicht die Erholung, sondern die intensive Kaderplanung im Mittelpunkt.
„Das war neu für mich. Ich war erreichbar. Wir hatten viele Termine, haben uns viel miteinander unterhalten.“
Die meisten Gespräche führte er mit Kessler, während beide die vergangene Saison analysierten und die strategische Ausrichtung für die kommende Spielzeit festlegten.
„Was war letztes Jahr? Was wollen wir dieses Jahr anders machen?“
Mit seiner Beförderung zum Cheftrainer hat sich auch Wagners Einfluss auf Transferentscheidungen erheblich vergrößert. Während er als Co-Trainer lediglich seine Einschätzung zu potenziellen Neuzugängen abgab, besitzt seine Meinung nun entscheidendes Gewicht.
„Als Co-Trainer bekommt man einen Spieler geschickt, guckt ihn sich an und will eine Meinung abgeben. Jetzt weiß man: Wenn ich meine Meinung abgebe, hat die wesentlich mehr Schlag als vorher.“
Über die zusätzliche Verantwortung sagte Wagner:
„Das habe ich schon gespürt, doch es hat Spaß gemacht, mehr Einfluss zu nehmen, was im Kader passiert.“
Um die Transferplanungen frühzeitig voranzutreiben, verschob der 37-Jährige sogar den Beginn seines Urlaubs und arbeitete eine weitere Woche gemeinsam mit den Scouts am Geißbockheim.
„Ich habe mir vorgenommen, so viel es geht zu unterstützen, und noch eine Woche am Geißbockheim bei den Scouts verbracht, um die meisten Sachen glattzuziehen.“
Mit dem bisherigen Verlauf des Transfersommers zeigt sich der FC-Coach zufrieden.
„Wir sind einen guten Schritt weitergekommen über den Sommer. Jetzt geht es weiter.“
Mit Innenverteidiger Luka Lochoshvili und Linksverteidiger Gideon Mensah hat Köln bereits zwei Defensivspieler verpflichtet. Dennoch sieht Wagner weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.
„Bisher sind wir im Soll.“
Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Planungen längst nicht abgeschlossen sind.
„Wir sind täglich in Gesprächen und wissen, was am Kader noch getan werden muss.“
Nachdem bereits zehn Spieler den Verein verlassen haben, hält Wagner zahlreiche weitere Verstärkungen für möglich.
„Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Wenn zehn gehen, können vielleicht auch zehn kommen. Dann würde es ungefähr passen.“
Sollte dieses Szenario eintreten, würde der FC in diesem Sommer noch acht weitere Neuzugänge präsentieren.
Die Prioritäten auf dem Transfermarkt sind bereits klar definiert. Der australische Mittelfeldspieler und WM-Teilnehmer Paul Okon-Engstler wird in der kommenden Woche zum Medizincheck erwartet. Darüber hinaus arbeitet Köln an der Verpflichtung von Edson Álvarez oder Ellyes Skhiri, von denen einer künftig die Führungsrolle im zentralen Mittelfeld übernehmen soll. Außerdem sucht der Verein eine Alternative zu Ragnar Ache im Sturm, einen weiteren Linksverteidiger sowie mindestens einen torgefährlichen Offensivspieler für die Außenbahn oder das offensive Mittelfeld nach dem Abgang von Jakub Kamiński.
Auf die Frage, worauf der FC bei Neuverpflichtungen besonderen Wert legt, nannte Wagner zwei entscheidende Kriterien.
„Jeder Trainer möchte Qualität. Und generell geht es um Intensität. Wir waren letztes Jahr eine der intensivsten Mannschaften und das werden wir beibehalten. Qualität und Intensität sind zwei Schlagwörter.“
Zudem betonte er, dass jeder Neuzugang zur Spielphilosophie des Vereins passen müsse.
„Wir sind recht klar darin, was wir wollen, und in der Art, wie wir Fußball spielen wollen. Dazu brauchen wir die passenden Spieler.“
Unabhängig davon, ob die Verbesserungen durch neue oder bereits vorhandene Spieler erzielt werden, verfolgt Wagner ein klares Ziel.
„Wir möchten uns auf jeder Position verbessern – ob das jetzt mit den Spielern ist, die wir haben, oder mit Spielern, die wir neu dazuholen. Jede Mannschaft, jeder Trainer, jeder Spieler möchte immer besser werden. Das wollen wir auch. Wir wollen eine bessere Runde spielen als letztes Jahr.“
Mit den laufenden Transferaktivitäten unterstreichen Wagners Aussagen den klaren Anspruch des 1. FC Köln, den Kader in der Breite und Qualität deutlich zu verstärken und sich damit für eine wesentlich erfolgreichere Bundesliga-Saison 2026/27 zu rüsten.