Edin Džeko steht offenbar kurz davor, seine Zusammenarbeit mit dem FC Schalke 04 zu verlängern. Nach Wochen der Ungewissheit haben die Vertragsgespräche Berichten zufolge deutlich an Dynamik gewonnen. Laut Sky liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der erfahrene bosnische Stürmer eine weitere Saison bei den Bundesliga-Rückkehrern unterschreibt, inzwischen bei 80 bis 90 Prozent.
Der 40-Jährige spielte in der Rückrunde der vergangenen Saison eine Schlüsselrolle beim erfolgreichen Aufstieg der Königsblauen. In nur 11 Einsätzen erzielte Džeko sechs Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Nach der Teilnahme Bosnien und Herzegowinas an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 nahm sich der Routinier Zeit, um über seine sportliche Zukunft nachzudenken. Dadurch verzögerten sich die Gespräche über einen neuen Vertrag. Eine endgültige Entscheidung wird bis Anfang August erwartet.
Schalkes Cheftrainer Miron Muslić schürte nun neue Hoffnungen, indem er bestätigte, dass er weiterhin regelmäßig mit seinem Landsmann in Kontakt steht. Nach dem 3:1-Testspielsieg gegen den japanischen Erstligisten Fagiano Okayama deutete der österreichische Coach an, dass noch erfahrene Verstärkungen zum Team stoßen könnten.
«„Ich glaube, dass noch der eine oder andere Spieler mit Persönlichkeit zu uns kommen wird.“»
Auf die direkte Nachfrage, ob er damit Džeko meine, antwortete Muslić mit einem Lächeln:
«„Leute mit Charakter kommen noch, ja.“»
Der entscheidende Knackpunkt bleibt jedoch die Finanzierung. Berichten zufolge fordert Džeko ein Grundgehalt von rund 900.000 Euro, das durch einsatz- und leistungsbezogene Prämien auf mehr als eine Million Euro ansteigen könnte. Sollten sämtliche Bonuszahlungen greifen, könnte der bosnische Nationalspieler bis zu 1,3 Millionen Euro verdienen und damit zu den Topverdienern des Vereins neben Kenan Karaman, Loris Karius und Robin Gosens gehören.
Schalkes finanzieller Spielraum hat sich jedoch durch die Verpflichtung von Maximilian Wöber verbessert. Der österreichische Innenverteidiger wechselte ablösefrei von Leeds United zu den Königsblauen und unterschrieb aufgrund seiner Verletzungshistorie einen stark leistungsbezogenen Vertrag. Dieses kosteneffiziente Vertragsmodell verschafft dem Verein zusätzlichen finanziellen Spielraum und erhöht die Chancen, Džekos Vertragsverlängerung erfolgreich abzuschließen.
Da die Gespräche in eine positive Richtung verlaufen und sich die finanzielle Situation zunehmend entspannt, blickt Schalke optimistisch auf eine Einigung. Die Verantwortlichen hoffen, dass der ehemalige Stürmer von Manchester City und Inter Mailand auch in der kommenden Bundesliga-Saison die Offensive der Königsblauen anführen wird.