Der VfB Stuttgart hat offenbar seinen Plan B aktiviert, während weiterhin Unsicherheit über die Verpflichtung von Dzenan Pejcinovic herrscht. Als mögliche Alternative zum Wolfsburger Stürmer ist nun Fenerbahçe-Angreifer Sidiki Chérif in den Fokus gerückt.
Pejcinovic bleibt ein Wunschspieler der Stuttgarter. Der 21-Jährige gehört zu den Prioritäten des Bundesligisten, der seinen Angriff für die kommende Saison weiter verstärken möchte. Allerdings gestalten sich die Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg weiterhin schwierig. Eine Einigung ist bislang nicht erzielt worden.
Nach Informationen von Sky Deutschland hat Stuttgart deshalb sein Interesse an Chérif wieder intensiviert. Der 19-jährige Angreifer war bereits während des vergangenen Winter-Transferfensters ein Thema bei den Schwaben. Nun ist der Guineer erneut auf die Stuttgarter Liste gerückt.
Pejcinovic bleibt Wunschlösung
Trotz des neuen Interesses an Chérif ist die Personalie Pejcinovic keineswegs vom Tisch.
Der Wolfsburger Angreifer gilt weiterhin als bevorzugte Lösung für die Stuttgarter Offensive. Allerdings liegen die Vorstellungen der beiden Vereine offenbar noch auseinander. Wolfsburg soll rund 25 Millionen Euro für den Angreifer verlangen, während Stuttgart zuletzt ein Angebot in Höhe von etwa 23,5 Millionen Euro abgegeben haben soll.
Obwohl die Differenz vergleichsweise gering ist, konnte bislang keine endgültige Einigung erzielt werden.
Pejcinovic soll einem Wechsel nach Stuttgart offen gegenüberstehen. Wolfsburg befindet sich jedoch nicht unter unmittelbarem Verkaufsdruck. Der Stürmer steht weiterhin beim VfL unter Vertrag, wodurch die Niedersachsen eine starke Verhandlungsposition besitzen.
Stuttgart bereitet sich deshalb zunehmend darauf vor, dass der Transfer möglicherweise nicht zustande kommt.
Chérif als mögliche Alternative
Genau hier kommt Sidiki Chérif ins Spiel.
Der guineische Angreifer wechselte Anfang des Jahres vom französischen Klub SCO Angers zu Fenerbahçe und hatte bereits zuvor mit seinen Leistungen in Frankreich auf sich aufmerksam gemacht.
Für Stuttgart ist Chérif dabei keineswegs ein unbekannter Name. Der Verein hatte sich bereits im vergangenen Winter mit dem jungen Offensivspieler beschäftigt. Dass er nun erneut auf dem Radar auftaucht, zeigt, dass die Stuttgarter seine Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen.
Der 19-Jährige passt zudem zum Anforderungsprofil der Schwaben: jung, entwicklungsfähig und mit dem Potenzial, sowohl kurzfristig als auch langfristig eine wichtige Rolle in der Offensive einzunehmen.
Stuttgart hält sich mehrere Optionen offen
Das erneute Interesse an Chérif bedeutet nicht zwangsläufig, dass Stuttgart die Verhandlungen um Pejcinovic aufgegeben hat.
Vielmehr scheint der Klub sicherstellen zu wollen, dass eine Alternative bereitsteht, sollte der Transfer mit Wolfsburg endgültig scheitern.
Für Stuttgart wird zusätzliche Qualität im Angriff angesichts der bevorstehenden Saison besonders wichtig sein. Neben den nationalen Wettbewerben steht auch europäischer Fußball auf dem Programm. Deshalb kann es sich der Klub kaum leisten, seine Kaderplanung vollständig von einer einzigen komplizierten Verhandlung abhängig zu machen.
Pejcinovic bleibt derzeit die bevorzugte Lösung. Gleichzeitig gewinnt Chérif als mögliche Alternative zunehmend an Bedeutung.
Entscheidende Phase bei der Stürmersuche
Die Situation könnte sich in den kommenden Tagen weiter zuspitzen.
Gelingt es Stuttgart, die verbleibende finanzielle Lücke mit Wolfsburg zu schließen, könnte Pejcinovic weiterhin der gewünschte neue Angreifer werden. Sollte jedoch keine Einigung erzielt werden, dürften die Schwaben ihren Fokus verstärkt auf ihren Plan B richten.
Damit bringt das neue Interesse an Chérif zusätzliche Spannung in die Transferplanungen des VfB.
Die Botschaft aus Stuttgart scheint klar: Pejcinovic bleibt das Wunschziel, doch der Verein will seine Stürmersuche nicht von einer einzigen Personalie abhängig machen. Während die Gespräche mit Wolfsburg weiterhin von Unsicherheit geprägt sind, hat Stuttgart offenbar seinen Plan B aktiviert – und Sidiki Chérif könnte dabei eine immer wichtigere Rolle spielen.