Union Berlin steht offenbar kurz vor der Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Michel Aebischer. Der Mittelfeldspieler soll unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli die nächste Verstärkung für den Kader der Köpenicker werden.
Der Hauptstadtklub soll bereit sein, rund 3 Millionen Euro für den 29-Jährigen zu bezahlen, der mit dem Pisa Sporting Club in der vergangenen Saison aus der Serie A abgestiegen ist. Italienischen Berichten zufolge sind die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten und der Transfer steht unmittelbar vor dem Abschluss.
Aebischer würde reichlich internationale Erfahrung mit nach Berlin bringen. Bei der WM 2026 stand der Schweizer zweimal in der Gruppenphase in der Startelf. Auch bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland spielte er eine wichtige Rolle. Insgesamt kommt der Mittelfeldspieler auf 41 Länderspiele für die Schweiz.
Sein möglicher Wechsel zu Union Berlin wird zudem durch seine Verbindung zu Lustrinelli begünstigt. Die beiden kennen sich bereits aus dem Schweizer Nachwuchsbereich, wodurch der neue Union-Trainer die Qualitäten des Mittelfeldspielers bestens kennt.
Diese Verbindung könnte beim Rennen um Aebischers Unterschrift eine entscheidende Rolle gespielt haben. Nach Informationen der BILD soll der Schweizer Angebote von mehreren Bundesliga-Klubs sowie italienischen Vereinen abgelehnt haben, um sich für das Projekt von Lustrinelli in Berlin zu entscheiden.
Der Bedarf an einem kreativen Mittelfeldspieler wurde während der Saisonvorbereitung deutlich. András Schäfer überzeugt vor allem mit seiner Arbeit gegen den Ball, während Woo-Yeong Jeong seine offensiven Qualitäten bislang nicht konstant abrufen konnte. Aebischer könnte daher unmittelbar zu einem wichtigen Bestandteil von Lustrinellis Mittelfeldplanung werden.
Sollte der Transfer wie erwartet über die Bühne gehen, wäre Aebischer zugleich Union Berlins teuerster Neuzugang dieses Sommers. Bisher investierte der Klub lediglich 1,5 Millionen Euro, um die Kaufoption für Stanley Nsoki zu ziehen.
Aebischer wäre nach Emmanuel Latte Lath bereits der zweite Neuzugang, an dessen Verpflichtung Lustrinelli maßgeblich beteiligt gewesen sein soll. Zeno van den Bosch und Marvin Friedrich waren dagegen bereits vor der Verpflichtung des Schweizer Trainers nach Berlin gewechselt – beide ablösefrei.
Aebischers Karriere führte ihn von Young Boys Bern über den FC Bologna zum Pisa Sporting Club. Nachdem Bologna ihm signalisiert hatte, dass seine Einsatzzeiten begrenzt sein würden, wechselte er zunächst auf Leihbasis nach Pisa. Trotz des Abstiegs machte der italienische Klub anschließend von der Kaufoption Gebrauch.
Mit mittlerweile 129 Einsätzen im italienischen Profifußball bringt Aebischer umfangreiche Erfahrung mit und scheint nun vor dem nächsten Kapitel seiner Karriere zu stehen.
Für Union Berlin könnte seine Verpflichtung einen wichtigen Schritt beim Umbau des Mittelfelds darstellen. Lustrinelli sucht nach mehr Kreativität und spielerischer Qualität – und Aebischer könnte genau die Eigenschaften mitbringen, die dem Team bislang gefehlt haben.