Korona Kielce hat seine Bemühungen um Hannover-96-Stürmer Benjamin Källman intensiviert, nachdem der erste Vorstoß des polnischen Klubs in Höhe von zwei Millionen Euro vom deutschen Verein abgelehnt wurde.
Laut dem polnischen Journalisten Piotr Koźmiński hat Korona kürzlich ein Angebot für den finnischen Nationalspieler abgegeben. Hannover war jedoch nicht bereit, die Offerte anzunehmen. Der Zweitligist soll seinen treffsicheren Angreifer mit rund vier Millionen Euro bewerten – damit klafft zwischen den Vorstellungen beider Vereine weiterhin eine deutliche Lücke.
Korona Kielce scheint sich davon allerdings nicht abschrecken zu lassen. Berichten zufolge bereitet der polnische Klub bereits einen zweiten Vorstoß vor. Das nächste Angebot soll demnach bei etwa drei Millionen Euro liegen.
Källmans Durchbruch bei Hannover
Hannover hat gute Gründe, bei seiner Ablöseforderung hart zu bleiben. Källman absolvierte in der vergangenen Saison eine starke Spielzeit und entwickelte sich zu einer der wichtigsten Offensivkräfte der Niedersachsen.
Der Stürmer kam in 34 Partien zum Einsatz und stand dabei insgesamt 2.110 Minuten auf dem Platz. Mit 14 Toren und zwei Vorlagen avancierte er zum besten Torschützen der Mannschaft und rückte damit auch stärker in den Fokus anderer Vereine.
Seine Leistungen haben nun Interesse aus Polen geweckt. Korona versucht offenbar, den ehemaligen Cracovia-Angreifer zurück nach Polen zu holen.
Hannover vor einer wichtigen Entscheidung
Die Differenz zwischen den geplanten drei Millionen Euro von Korona und Hannovers Bewertung von vier Millionen Euro könnte am Ende entscheidend sein. Um Källman tatsächlich aus Hannover loszueisen, müsste der polnische Klub seine Offerte möglicherweise noch einmal deutlich erhöhen.
Für Hannover stellt sich derweil eine interessante Frage. Eine Ablöse von vier Millionen Euro würde einen beträchtlichen Gewinn für einen Spieler bedeuten, den der Verein ohne Ablöse verpflichtete. Gleichzeitig würde der Abgang eines Stürmers, der in der vergangenen Saison 14 Treffer erzielte, eine erhebliche Lücke im Angriff hinterlassen.
Auch Källmans Vertrag stärkt die Position der Niedersachsen. Der Angreifer ist langfristig gebunden, sodass Hannover nicht unter unmittelbarem Verkaufsdruck steht und auf seiner Ablöseforderung beharren kann.
Klar ist deshalb: Korona Kielce hat seinen ersten Versuch gestartet, ist mit zwei Millionen Euro jedoch abgeblitzt. Ein zweites Angebot scheint bereits vorbereitet zu werden – und je näher dieses an Hannovers Vier-Millionen-Forderung herankommt, desto spannender dürfte der Poker werden.
Die entscheidende Frage lautet nun, ob Korona bereit ist, noch einmal nachzulegen und die Vier-Millionen-Marke anzugreifen, oder ob Hannover letztlich entscheidet, dass Källmans Tore mehr wert sind als die aktuelle Ablöseofferte.