Mit dem näher rückenden Ende des Transferfensters intensiviert der 1. FC Köln seine Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler. Die Priorität des Vereins ist klar: Gesucht wird ein erfahrener Sechser, der dem Zentrum mehr Stabilität und Balance verleihen kann.
Aktuell bleibt Ellyes Skhiri der Wunschkandidat. Die Gespräche mit dem tunesischen Mittelfeldspieler haben jedoch noch keine endgültige Einigung hervorgebracht. Deshalb hält Köln weiterhin Ausschau nach möglichen Alternativen.
Ein Name, der nun aufgetaucht ist, lautet Eric Smith vom FC St. Pauli.
Skhiri bleibt die bevorzugte Lösung
Die Suche der Kölner nach einem defensiven Mittelfeldspieler hat bereits mehrere Kandidaten verloren.
Rani Khedira, der ebenfalls beim FC auf dem Radar stand, hat sich entschieden, bei Union Berlin zu bleiben und seinen bestehenden Vertrag zu erfüllen. Auch Edson Álvarez ist inzwischen keine Option mehr. Damit gilt Skhiri derzeit als die wahrscheinlichste Lösung.
Die Situation um den Tunesier bleibt allerdings dynamisch.
Nachdem der geplante Transfer zwischenzeitlich kurz vor dem Scheitern gestanden hatte, hat Köln die Gespräche mit Skhiri offenbar wieder aufgenommen. Die Verhandlungen sollen erneut Fortschritte machen, und beide Seiten sollen sich allmählich annähern.
Eine Einigung ist jedoch noch nicht erzielt. Bis Skhiri tatsächlich als neuer Spieler des FC feststeht, muss noch einiges geklärt werden.
Eric Smith rückt in den Fokus
Laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts gehört Köln zu den Vereinen, die Eric Smith als mögliche Alternative beobachten.
Der 29-jährige Schwede ist vor allem aufgrund seiner Vielseitigkeit interessant. Zwar ist seine angestammte Position die Innenverteidigung, doch Smith hat in seiner Karriere regelmäßig auch im zentralen Mittelfeld gespielt und bringt die taktische Flexibilität für eine tiefere Rolle mit.
Genau diese Vielseitigkeit könnte für Köln attraktiv sein, während der Verein nach einem Spieler sucht, der mehr defensive Stabilität ins Mittelfeld bringen kann.
Smith steht beim FC St. Pauli noch bis 2027 unter Vertrag. Für Köln käme daher kein einfacher Leihdeal infrage, sondern müsste ein dauerhafter Transfer ausgehandelt werden. Sein geschätzter Marktwert liegt bei rund fünf Millionen Euro.
WM-Erfahrung, aber ohne Einsatz
Smith verfügt zudem über Erfahrung auf internationaler Bühne.
Der schwedische Defensivspieler gehörte zum Kader seines Landes bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, kam während des Turniers allerdings nicht zum Einsatz.
Seine Berufung zur WM unterstreicht dennoch seine internationale Erfahrung und ergänzt seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten auf Vereinsebene.
Der Zeitdruck könnte alles verändern
Aktuell gilt Smith nicht als erste Wahl des 1. FC Köln. Skhiri steht weiterhin weiter oben auf der Wunschliste, während ein Transfer des St.-Pauli-Spielers derzeit eher als unwahrscheinlich gilt.
Doch das Transferfenster schließt sich.
Köln braucht dringend Verstärkung auf der Sechserposition und kann es sich nicht leisten, zu lange auf eine einzige Lösung zu warten. Sollten die Gespräche mit Skhiri erneut ins Stocken geraten, könnte Smith deshalb schnell von einer Ausweichlösung zu einem ernsthaften Transferziel werden.
Nachdem Khedira und Álvarez bereits aus dem Rennen sind, wird der Handlungsspielraum des FC zunehmend kleiner.
Die kommenden Tage könnten daher entscheiden, ob Skhiri tatsächlich nach Köln zurückkehrt – oder ob Eric Smith zum überraschenden Lösungsansatz für eines der größten Kaderprobleme des FC wird.