Die Suche des 1. FC Köln nach einer neuen Führungsfigur für das zentrale Mittelfeld nimmt immer konkretere Formen an. Trotz der jüngsten Spekulationen um Edson Álvarez verdichten sich die Hinweise, dass eine Rückkehr von Ex-FC-Star Ellyes Skhiri weiterhin oberste Priorität für die Kölner Verantwortlichen besitzt.
Im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 galten die ehemaligen FC-Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri und Salih Özcan als die aussichtsreichsten Kandidaten zur Verstärkung des Teams von René Wagner. Beide sollen einer Rückkehr ins RheinEnergieSTADION grundsätzlich offen gegenübergestanden haben. Nach Informationen aus Vereinskreisen wurden jedoch nur mit Skhiri konkrete Gespräche geführt.
Cheftrainer René Wagner bestätigte zuletzt, dass der tunesische Nationalspieler ein ernsthaftes Thema beim FC sei. Sein Name werde intern intensiv diskutiert, während der Verein weiterhin verschiedene Optionen für das zentrale Mittelfeld prüft.
Obwohl Edson Álvarez von West Ham United zuletzt mit einem Wechsel nach Köln in Verbindung gebracht wurde, gilt ein Transfer inzwischen als äußerst unwahrscheinlich. Die Verbindung erschien zunächst plausibel, da Sportdirektor Tim Steidten einst maßgeblich daran beteiligt war, den mexikanischen Nationalspieler nach England zu holen. Letztlich machten jedoch die finanziellen Rahmenbedingungen dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.
Dem Bericht zufolge prüfte der FC zunächst die Möglichkeit, Álvarez per Leihe mit anschließender Kaufoption zu verpflichten. Die Gehaltsforderungen des mexikanischen Nationalmannschaftskapitäns aus der Premier League hätten jedoch den finanziellen Rahmen des Vereins deutlich gesprengt, weshalb die Verantwortlichen von einer ernsthaften Verpflichtung Abstand nahmen.
Stattdessen soll das öffentlich gewordene Interesse an Álvarez vor allem einem strategischen Zweck gedient haben. Die Personalie habe Kölns Position in den Verhandlungen um Ellyes Skhiri gestärkt und signalisiert, dass der Verein über alternative Lösungen verfügt, sollte sich der Poker um den Tunesier weiter hinziehen.
Die größte Hürde für eine Rückkehr Skhiris bleibt dessen Vertrag bei Eintracht Frankfurt. Trotz einer enttäuschenden Saison und einer ebenfalls wenig überzeugenden Weltmeisterschaft soll der 31-Jährige weiterhin ein Grundgehalt von rund zwei Millionen Euro pro Jahr beziehen – eine Summe, die ihn zum Spitzenverdiener beim 1. FC Köln machen würde.
Um diese Differenz zu überbrücken, verhandeln die FC-Verantwortlichen Thomas Kessler und Tim Steidten Berichten zufolge mit Eintracht Frankfurt über einen Kompromiss. Der Bundesliga-Aufsteiger ist demnach bereit, jährlich rund 1,5 Millionen Euro zu übernehmen, während Frankfurt den verbleibenden Teil des Gehalts mitfinanzieren soll. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Skhiri selbst finanzielle Zugeständnisse macht, doch bislang gibt es dafür offenbar nur wenig Bereitschaft.
Mit dem Beginn der Saisonvorbereitung steigt nun der Druck auf alle Beteiligten, zeitnah eine Entscheidung herbeizuführen. Eine Verpflichtung von Ellyes Skhiri bleibt weiterhin realistisch, sofern die finanziellen Differenzen ausgeräumt werden können. Ein Transfer von Edson Álvarez hingegen rückt zunehmend in weite Ferne – es sei denn, die Rahmenbedingungen ändern sich überraschend.