Drei Jahre nach seinem Abschied von 1. FC Köln steht Ellyes Skhiri an einem Scheideweg. Einst eine Schlüsselrolle bei den Geißböcken, kämpft der Tunesier mittlerweile um Spielzeit bei Eintracht Frankfurt, was Spekulationen über eine mögliche Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein anheizt.
Als Skhiri 2023 zu Frankfurt wechselte, waren die Erwartungen hoch. Anfangs lieferte er solide Leistungen ab, doch mit der Zeit hofften Fans und Vereinsverantwortliche auf mehr. Seine Rolle hat abgenommen, und gelegentliche Fehler – wie die teure Gelb-Rote Karte gegen Bayer Leverkusen – führten zu harscher Kritik. Trotz seiner Position als einziger echter defensiver Mittelfeldspieler Frankfurts sitzt er zunehmend auf der Bank.
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Für Köln könnte eine Rückkehr verlockend sein. Der Mittelfeldspieler würde in ein vertrautes Umfeld zurückkehren, in dem er vier Jahre lang erfolgreich spielte, und bräuchte keine Eingewöhnungszeit. Da Eric Martels Vertrag ausläuft, benötigt der Verein dringend einen verlässlichen Sechser – idealerweise zu vertretbaren Kosten. In diesem Szenario könnte Skhiri die perfekte Lösung sein.
Doch Vorsicht ist geboten. Skhiri ist nicht mehr der Spieler, den Köln einst kannte. Das Team hat sich verändert, wichtige Mitspieler wie Jonas Hector und Eric Martel sind weg, und auch der Trainerstab hat sich weiterentwickelt. Außerdem müsste Skhiri für ein Comeback seine Gehaltsforderungen anpassen, um das finanzielle Risiko für den Verein überschaubar zu halten.
Letztlich ist das Timing entscheidend. Köln muss in der Bundesliga bleiben, damit ein solcher Transfer realistisch ist, und dringend Punkte sammeln, um den Abstieg zu vermeiden. Eine Rückkehr von Skhiri könnte Erfahrung und Vertrautheit ins Team bringen – aber sowohl der Verein als auch der Spieler würden ein kalkuliertes Risiko eingehen.
Ob die Geißböcke diesen Weg tatsächlich gehen, hängt davon ab, wie sie Ambition, finanzielle Vernunft und die aktuelle Form des Spielers abwägen. Eines steht fest: Ein Comeback würde Begeisterung auslösen – aber auch kritische Blicke auf sich ziehen.