Die Spannungen zwischen Deniz Undav und VfB Stuttgart nehmen rasant zu. Was einst wie eine stabile, langfristige Partnerschaft wirkte, droht nun vor dem Sommer-Transferfenster auseinanderzubrechen.
Der deutsche Nationalspieler, dessen Vertrag noch bis Juni 2027 läuft, ist seit seinem festen Wechsel von Brighton & Hove Albion im August 2024 eine zentrale Figur beim VfB. Die Ablösesumme von zunächst 26,7 Millionen Euro – mit Boni auf bis zu 30 Millionen Euro steigend – machte ihn zu einem der teuersten Transfers der Vereinsgeschichte. Mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 4,5 Millionen Euro gehört er zudem zu den Topverdienern im Kader.
Hinter den Kulissen sind die Gespräche über eine Vertragsverlängerung jedoch ins Stocken geraten.
Vertragsstillstand sorgt für Unsicherheit
Seit März 2026 bemüht sich Stuttgart intensiv darum, Undavs Zukunft langfristig zu sichern, um zu verhindern, dass er im kommenden Jahr in sein letztes Vertragsjahr geht. Doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig, da beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen haben.
Undav fordert Berichten zufolge eine Verlängerung um drei Jahre, die seiner Bedeutung für die Mannschaft und seinem Wunsch nach Planungssicherheit entspricht. Stuttgart hingegen tendiert aktuell zu einem Zweijahresvertrag und zeigt sich zudem zurückhaltend bei einer deutlichen Gehaltserhöhung über die bisherigen 4,5 Millionen Euro hinaus.
Diese festgefahrene Situation sorgt intern für wachsende Unruhe, und die Geduld auf beiden Seiten scheint langsam zu schwinden.
Sommer-Abgang wird immer wahrscheinlicher
Ohne baldigen Durchbruch steht Stuttgart vor einer heiklen Entscheidung. Sollte bis zum Sommer 2026 keine Einigung erzielt werden, könnte der Klub gezwungen sein, Undav zu verkaufen, um einen ablösefreien Abgang im Jahr 2027 zu vermeiden.
Diese Entwicklung ist auch europäischen Topklubs nicht entgangen.
Der spanische Spitzenklub Atlético Madrid sowie der englische Traditionsverein Chelsea beobachten die Situation genau. Beide Klubs sollen bereit sein, im Sommer mit hohen Angeboten zuzuschlagen. Undavs nachgewiesene Torgefahr und seine taktische Vielseitigkeit machen ihn zu einem äußerst begehrten Transferziel.
Ein Wendepunkt für den VfB Stuttgart
Für Stuttgart ist diese Situation von großer Tragweite. Der Verlust eines Spielers wie Undav wäre sportlich ein harter Schlag, insbesondere angesichts seiner Schlüsselrolle im Offensivspiel der Mannschaft. Gleichzeitig könnten wirtschaftliche Überlegungen und das Risiko eines ablösefreien Abgangs den Klub zum Handeln zwingen.
Sollte es in den kommenden Wochen keinen Kompromiss geben, könnte aus einer Erfolgsgeschichte schnell eines der spannendsten Transferdramen der Bundesliga werden.