Hamburg muss im Heimspiel am Samstagabend im Volksparkstadion erneut ohne Luka Vuskovic auskommen – ein Rückschlag, den Trainer Merlin Polzin vor dem Anpfiff um 18:30 Uhr bestätigte.
Der 19-jährige Abwehrspieler fehlt weiterhin wegen Knieproblemen und verpasst damit bereits sein sechstes Spiel in Folge. Sein Fehlen macht sich deutlich bemerkbar: In den fünf Partien ohne ihn kassierte der HSV zehn Gegentore, was im Vergleich zu seiner Anwesenheit eine spürbare Verschlechterung der defensiven Stabilität bedeutet. Mit Vuskovic auf dem Platz wirkt die Defensive gefestigter – im Schnitt lässt Hamburg nur 1,52 Gegentore pro Spiel zu, ein Wert, der seinen Einfluss unterstreicht.
Polzin wollte die Situation nicht dramatisieren, mahnte jedoch zur Fokussierung auf Lösungen.
„Luka hat weiterhin Knieprobleme und steht nicht zur Verfügung. Es bringt nichts, dem nachzutrauern. Wir müssen Lösungen finden“, erklärte er.
Diese Lösungen sieht der Trainer vor allem in einer stärkeren kollektiven Verantwortung, insbesondere im Mittelfeld.
„Es wird auch darum gehen, wie unsere Sechser verteidigen. Es geht nicht darum, Lukas Qualitäten zu kopieren. Wir müssen als Mannschaft verteidigen, und da sind alle gefragt“, betonte Polzin.
Die Aufgabe wird anspruchsvoll: Hoffenheim reist mit viel Offensivkraft an und hat in dieser Saison bereits 59 Tore erzielt, was sie zu einem der gefährlichsten Angriffe der Liga macht.
Für den HSV geht es daher weniger um den Ersatz eines einzelnen Spielers als vielmehr um die Wiederherstellung von Balance und Disziplin im gesamten Teamgefüge. Die Botschaft von Polzin vor dem Spiel war eindeutig und unmissverständlich:
„Handeln ist besser als reden.“
Genau dieses Motto wird am Samstagabend im Volksparkstadion auf die Probe gestellt, wenn der HSV erneut beweisen muss, dass er auch ohne einen seiner wichtigsten jungen Leistungsträger bestehen kann.