Es gibt Siege – und es gibt Momente, die Generationen prägen. An einem elektrisierenden Abend im Wörthersee Stadion hat LASK nicht einfach nur ein Finale gewonnen – sie beendeten eine 61-jährige Durststrecke, schrieben erneut Geschichte und schenkten ihren Fans eine Erinnerung für die Ewigkeit.
Schon mit dem Anpfiff von Julian Weinberger war die Energie spürbar. 15.000 LASK-Fans verwandelten die Südtribüne in ein Tollhaus, ihre Stimmen getragen von Hoffnung, Glauben und dem Gewicht von sechs Jahrzehnten ohne Titel. Doch Fußball folgt selten einem einfachen Drehbuch.
Der frühe Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. SCR Altach ging in Führung, als Patrick Greil nach einem weiten Einwurf eiskalt zuschlug und die schwarz-weißen Anhänger verstummen ließ. Für einen Moment schien es, als könnte sich die Geschichte wiederholen – die Angst vor der nächsten verpassten Chance lag in der Luft.
Doch dieser LASK hatte andere Pläne.
Nur wenige Minuten später kehrte der Glaube zurück. Sascha Horvath brachte eine perfekte Hereingabe, und Moses Usor vollendete entschlossen zum Ausgleich. Der darauffolgende Jubel war mehr als Freude – es war pure Erleichterung.
Der Weg zum Triumph blieb jedoch steinig. Ein aberkanntes Tor stoppte den Schwung, und als Vesel Demaku Altach erneut in Führung brachte, kehrten die Zweifel zurück. Die Zeit verstrich, und nach einer Stunde lag LASK weiterhin zurück – und vielleicht auch im Kampf gegen das eigene Schicksal.
Dann kam der Wendepunkt.
Samuel Adeniran übernahm Verantwortung und traf nach Vorarbeit von Sasa Kalajdzic eiskalt zum Ausgleich. Dieses Tor entfachte neuen Glauben – und von da an kippte das Spiel endgültig zugunsten des LASK.
Selbst als ein weiterer Treffer von Adeniran hauchdünn wegen Abseits aberkannt wurde, ließ sich LASK nicht aufhalten. Der Durchbruch gelang durch George Bello, der die Linzer erstmals in Führung brachte. Nur wenige Minuten später schlug Adeniran erneut zu – diesmal ohne Diskussion – und stellte auf 4:2. Das Stadion versank im kollektiven Ausnahmezustand.
Mit jeder verstreichenden Minute wurde aus Hoffnung Gewissheit. Das lange Warten ging zu Ende. Beim Schlusspfiff brachen alle Dämme: Spieler sanken zu Boden, Fans explodierten vor Freude, und der Rasen wurde zum Meer aus schwarz-weißer Ekstase.
Und dann kam das Bild für die Ewigkeit.
Sascha Horvath, einer der prägenden Akteure dieses Abends, stemmte die Trophäe in den Klagenfurter Abendhimmel – ein ikonischer Moment, der nicht nur den Sieg markiert, sondern eine Wiedergeburt.
Für den LASK war das mehr als ein Cupsieg. Es war Erlösung, Geschichte – und der Beginn eines neuen Kapitels.