Manchester United und Chelsea müssen ihre Bemühungen um den VfB-Stuttgart-Mittelfeldspieler Angelo Stiller möglicherweise neu ausrichten, nachdem in dieser Woche eine entscheidende Vertragsfrist abgelaufen ist.
Laut SPORT BILD, zitiert von Sport Witness, ist die Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro (30 Millionen Pfund/41,7 Millionen US-Dollar) in Stillers Vertrag am Mittwoch offiziell ausgelaufen. Damit ist der einfachste Weg für interessierte Vereine, den deutschen Nationalspieler in diesem Sommer zu verpflichten, nicht mehr möglich.
Der 25-Jährige hat sich als einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga etabliert und mit seiner Ruhe am Ball, seiner taktischen Intelligenz sowie seiner Fähigkeit, das Spiel aus der Tiefe zu lenken, das Interesse mehrerer europäischer Spitzenklubs geweckt. Sowohl Manchester United als auch Chelsea sollen seine Situation aufmerksam verfolgt haben, während beide Vereine ihre Mittelfeldabteilungen für die kommende Saison verstärken möchten.
Da die Ausstiegsklausel nicht mehr gültig ist, muss jeder Verein, der Stiller verpflichten möchte, nun direkt mit dem VfB Stuttgart verhandeln. Dadurch wird die Verhandlungsposition des Bundesligisten erheblich gestärkt. Stuttgart hat nun die vollständige Kontrolle über mögliche Transfergespräche und kann eine Ablösesumme verlangen, die über der zuvor festgelegten Marke von 35 Millionen Euro liegt.
Das Auslaufen der Klausel stellt einen bedeutenden Vorteil für den VfB dar. Der Verein ist nicht länger an einen festen Verkaufspreis gebunden und kann den finanziellen Ertrag maximieren, sollte er sich dazu entschließen, einen seiner wichtigsten Mittelfeldspieler zu verkaufen. Ein möglicher Wechsel Stillers hängt nun vollständig davon ab, ob interessierte Vereine eine Einigung mit dem Bundesligisten erzielen.
Obwohl das Interesse von Manchester United, Chelsea und weiteren europäischen Spitzenvereinen den gesamten Sommer über bestehen bleiben dürfte, ist ein Transfer deutlich komplizierter geworden. Der VfB Stuttgart sitzt nun bei möglichen Verhandlungen über einen millionenschweren Transfer klar am längeren Hebel.