HSV-Cheftrainer Merlin Polzin hat die Fans des Hamburger SV angesichts der wachsenden Kritik am ruhigen Verlauf der Transferperiode zur Geduld aufgerufen. Der 35-Jährige betonte, dass sich die abwartende Strategie des Vereins bereits im vergangenen Sommer ausgezahlt habe und man auch diesmal lieber die richtigen als überhastete Verpflichtungen tätigen wolle.
Bislang hat der HSV mit Albert Grønbæk, Kofi Amoako und zuletzt Adeline drei Spieler fest verpflichtet. Da der Verein jedoch insgesamt sechs bis sieben Neuzugänge anstrebt, sorgen die bislang überschaubaren Aktivitäten auf dem Transfermarkt bei vielen Anhängern für Unverständnis. Zahlreiche Fans wünschen sich, dass der Kader bereits vor dem Bundesliga-Start vollständig zusammengestellt ist.
Ungeachtet der Kritik arbeiten die Verantwortlichen weiterhin an mehreren Verpflichtungen. Für beide Außenverteidiger-Positionen sollen noch Verstärkungen kommen, wobei Jacques Ekomie und Elias Baum als mögliche Kandidaten gehandelt werden. Zudem hofft der HSV weiterhin auf eine Rückkehr von Fabio Vieira, sofern eine Einigung mit Arsenal erzielt werden kann. Darüber hinaus stehen ein Flügelspieler sowie mindestens ein Stürmer auf der Wunschliste, sodass noch mindestens fünf Personalien zu klären sind.
Polzin sieht dennoch keinen Anlass zur Sorge und verweist auf den vergangenen Transfersommer. Damals wartete der HSV bis zum Deadline Day, ehe mit Albert Sambi Lokonga und Fabio Vieira zwei Spieler verpflichtet wurden, die sich später als tragende Säulen der erfolgreichen Saison erwiesen.
Auf die Kritik an der langsamen Transferphase angesprochen, erklärte Polzin:
„Wir haben das im letzten Sommer klar gehabt, haben gewartet und es hat ein bisschen gedauert. Wir wissen, was wir brauchen, und werden uns gezielt verstärken. Wir brauchen nur ein bisschen Zeit sowie Vertrauen unserer Fans.“
Rückblickend erwies sich die Geduld des HSV als richtige Entscheidung. Der Klassenerhalt wurde bereits zwei Spieltage vor Saisonende gesichert, und die lange Transferphase spielte zu diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass ihre besonnene Transferstrategie auch in diesem Sommer die Grundlage für eine konkurrenzfähige Mannschaft in der Bundesliga-Saison 2026/27 legt.