Marvin Schwäbe hat deutlich gemacht, dass er seine Zukunft beim 1. FC Köln sieht. Der Torhüter wies die jüngsten Wechselgerüchte zurück und zeigte sich zuversichtlich, auch in der Saison 2026/27 die Nummer eins der Geißböcke zu bleiben.
Während der FC Köln in diesem Sommer mehrere Mannschaftsteile verstärken möchte, besteht auf der Torhüterposition derzeit kein akuter Handlungsbedarf. Schwäbe, der in seine sechste Saison beim Verein geht, bleibt trotz der Spekulationen um einen möglichen Abschied ein zentraler Bestandteil der Planungen.
Nach dem Karriereende von Florian Kainz ist Eigengewächs Jan Thielmann der einzige Profi, der länger für den FC spielt als der erfahrene Schlussmann. Zum Auftakt der Vorbereitung machte Schwäbe deutlich, wie wohl er sich in Köln fühlt.
„Grundsätzlich bin ich sehr, sehr zufrieden und gehe jetzt in mein sechstes Jahr. Ich weiß, was ich hier habe. Deswegen bin ich zufrieden, so wie es ist.“
Auf die Frage, ob bis zum Ende des Transferfensters dennoch ein Wechsel möglich sei, antwortete der 31-Jährige unmissverständlich:
„Ich glaube nicht.“
Und auf die Frage, ob er auch in der kommenden Saison wieder zwischen den Pfosten stehen werde, sagte er mit einem Lächeln:
„Ich hoffe!“
Die Spekulationen über Schwäbes Zukunft hatten zuletzt zugenommen, nachdem berichtet worden war, dass er anderen Vereinen angeboten worden sei. Gleichzeitig wurde der FC Köln mit mehreren Torhütern in Verbindung gebracht, weil Schwäbe angeblich einen Wechsel anstrebe. Der Keeper selbst wischte diese Gerüchte jedoch beiseite.
„Es wurde ein bisschen etwas geschrieben, aber das darf man nicht immer so ernst nehmen.“
Formell geht Schwäbe mit einem Vertrag, der im kommenden Sommer ausläuft, in die neue Saison. Laut Bild steht jedoch eine automatische Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2028 bevor, sobald er seinen 20. Pflichtspieleinsatz der Saison absolviert – eine Marke, die für einen Stammtorhüter normalerweise kein Problem darstellen sollte.
Für Sportchef Thomas Kessler, der sich derzeit vor allem auf Verstärkungen in anderen Mannschaftsteilen konzentriert, besteht deshalb auf der Torhüterposition kein unmittelbarer Handlungsbedarf.
Zu möglichen Vertragsgesprächen wollte sich Schwäbe nicht äußern.
„Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Wenn es um Personalien geht, dürft ihr nicht mich fragen.“
Eine weitere offene Personalentscheidung betrifft das Kapitänsamt. In der vergangenen Saison hatte der damalige Cheftrainer Lukas Kwasniok Schwäbe nach Timo Hübers’ Rücktritt die Kapitänsbinde übertragen. Ob Interimscoach René Wagner diese Entscheidung auch für die neue Spielzeit beibehält, ist bislang offen.
Schwäbe verriet, dass es hierzu bislang noch keine Gespräche gegeben habe.
„Ich habe mit René noch nicht darüber gesprochen. Das wird er schon irgendwann machen. Ob das mit mir ist oder mit jemand anderem, werden wir sehen.“
Mit Blick auf die kommende Saison wünscht sich der Routinier vor allem mehr Konstanz und eine sportliche Weiterentwicklung der Mannschaft.
„Für die Mannschaft wünsche ich mir eine stabilere Saison als die letzte. Für uns geht es immer erst mal darum, unsere Punkte einzufahren und fußballerisch den nächsten Schritt zu gehen.“
Zugleich rechnet der Torhüter damit, dass der Kader bis zum Ende der Transferperiode noch weiter verstärkt wird. Er ist überzeugt, dass sich neue Spieler erneut schnell integrieren werden.
Mit Blick auf die vergangenen Umbrüche erklärte er:
„Das haben wir bislang immer gut gemeistert. Sei es nach der Transfersperre oder nach dem großen Umbruch letztes Jahr. Wir werden alle Charaktere gut aufnehmen.“
Außerdem hob Schwäbe den starken Teamgeist hervor, der den FC in den vergangenen Jahren ausgezeichnet habe.
„Wir hatten immer eine Mannschaft auf dem Platz, die zueinander gefunden hat und als Team aufgetreten ist.“
Unabhängig davon, ob er auch in der neuen Saison die Kapitänsbinde tragen wird, dürfte Schwäbe eine der wichtigsten Führungsfiguren in der Kabine bleiben. Da die automatische Vertragsverlängerung nur noch eine Frage der Einsätze zu sein scheint, spricht vieles dafür, dass der erfahrene Torhüter auch künftig eine Schlüsselrolle beim 1. FC Köln einnehmen wird.