Christopher Trimmel trägt zwar weiterhin die Kapitänsbinde des 1. FC Union Berlin, doch der erfahrene Verteidiger bereitet sich bereits auf den Tag vor, an dem seine aktive Karriere endet.
Beim 1:1 im Testspiel gegen den FC Winterthur kam der 39-Jährige planmäßig nicht zum Einsatz und verfolgte die Partie stattdessen von einem Platz neben der Ersatzbank. Dabei wirkte der Routinier bereits wie ein Mitglied des Trainerteams – eine Rolle, die er schon bald zusätzlich zu seinen Aufgaben als Spieler übernehmen könnte.
Trimmel arbeitet seit einiger Zeit an seinen Trainerqualifikationen und nutzte die Länderspielpausen der vergangenen Saison, um Teile seiner Ausbildung in Österreich zu absolvieren. Der nächste wichtige Schritt steht im November an, wenn er die Prüfung für die UEFA-B-Trainerlizenz in Wien ablegen möchte.
«„Im November habe ich in Wien die Möglichkeit, die Prüfung für die Trainer-B-Lizenz zu absolvieren. Wenn du die Prüfung bestanden hast, musst du ein Jahr lang als Trainer tätig sein. Das kann auch im Nachwuchs passieren.“»
Vor seiner 13. Saison bei Union Berlin genießt Trimmel weiterhin das volle Vertrauen von Cheftrainer Mauro Lustrinelli, der auch künftig auf seine Führungsqualitäten setzt. Aufgrund seiner aktiven Rolle im Profikader ist die Übernahme einer eigenen Mannschaft in dieser Saison jedoch kaum realistisch.
Dennoch prüft der Österreicher bereits Möglichkeiten, erste Trainererfahrungen zu sammeln, ohne seine Spielerkarriere zu unterbrechen. Eine Tätigkeit im Nachwuchsleistungszentrum von Union Berlin könnte dabei der ideale Einstieg sein.
„Da werde ich mich wahrscheinlich mit NLZ-Cheftrainer André Hofschneider, Präsident Dirk Zingler und Geschäftsführer Horst Heldt mal hinsetzen. Ich glaube, das könnte eine Win-win-Situation für alle sein. Mir macht es auch Spaß. Während der B-Lizenz-Ausbildung habe ich oft mit Kids gearbeitet.“
Sollte dieser Plan umgesetzt werden, könnte Trimmel Ende 2027 den nächsten Schritt in seiner Trainerausbildung gehen und die UEFA-A-Lizenz in Angriff nehmen. Gleichzeitig weiß er, dass der Zeitpunkt von seiner aktiven Laufbahn abhängen wird.
„Dieser Kurs dauert auch ein Jahr. Danach musst du zwei Jahre als Trainer tätig sein. Das ist nicht möglich, wenn ich noch einen Vertrag als Spieler haben sollte.“
Auch wenn sein voller Fokus derzeit auf seiner Rolle als Kapitän von Union Berlin liegt, stellt Trimmel bereits die Weichen für seine Zukunft. Mit einer möglichen Tätigkeit im Nachwuchsbereich könnte der Routinier den ersten Schritt auf dem Weg vom Spielführer an die Seitenlinie machen.