Der 1. FC Nürnberg muss bei der Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler umplanen. Die monatelangen Bemühungen um Rajmund Toth sind endgültig gescheitert.
Der 22-jährige Mittelfeldspieler von ungarischen Meister ETO FC stand seit mehreren Monaten auf dem Wunschzettel des FCN. Der Club soll sich bereits seit dem Frühjahr um eine Verpflichtung bemüht haben und zwischenzeitlich als einer der Favoriten auf den Zuschlag gegolten haben.
Nun ist die Toth-Personalie jedoch entschieden: Der Ungar wird ETO verlassen, allerdings nicht in Richtung Nürnberg.
Nur 200.000 Euro trennten Nürnberg vom Deal
Laut BILD soll der bevorstehende Transfer von Toth eine Ablösesumme von rund 1,7 Millionen Euro einbringen. Nürnberg hatte demnach etwa 1,5 Millionen Euro inklusive Boni geboten. Damit lag der FCN finanziell nur rund 200.000 Euro unter der geforderten Summe.
Die Konkurrenz um den Mittelfeldspieler war allerdings groß. Neben dem polnischen Club Górnik Zabrze und dem türkischen Verein Konyaspor wurde Toth auch mit weiteren Interessenten in Verbindung gebracht. Brøndby IF soll zeitweise sogar mehr als zwei Millionen Euro geboten haben.
Zusätzlich erschwerte ETO die Verhandlungen, da der ungarische Meister Toth möglichst lange für die eigene Europapokal-Qualifikation behalten wollte. Diese Haltung führte dazu, dass sich mehrere interessierte Vereine aus den Gesprächen zurückzogen.
Nach Informationen aus Toths Umfeld dürfte der ungarische Nationalspieler bereits beim anstehenden Conference-League-Qualifikationsspiel gegen Riga FC nicht mehr im Kader von ETO stehen. Sein Abschied steht offenbar unmittelbar bevor.
Klose hat bereits Alternativen im Blick
Beim 1. FC Nürnberg herrscht trotz des geplatzten Transfers offenbar keine Panik. Trainer Miroslav Klose ist überzeugt, dass der Club weiterhin einen neuen Sechser verpflichten kann.
Auf die Toth-Situation angesprochen, verwies Klose darauf, dass noch einige Tage im Transferfenster verbleiben und Nürnberg bereits weitere Kandidaten im Blick habe.
Die Botschaft des Trainers ist eindeutig: Toth ist vom Tisch, doch die Suche nach einem neuen Sechser geht weiter.
Der Club dürfte sich nun verstärkt auf eine der Alternativen konzentrieren. Klose will seinem Mittelfeld vor Ende der Transferperiode noch eine weitere Option hinzufügen.
Für Nürnberg bedeutet das Scheitern des Toth-Deals somit zwar einen Rückschlag nach monatelangen Bemühungen, keineswegs aber das Ende der Transferpläne. Vielmehr muss der FCN nun schnell auf Plan B umschwenken.