Royal Antwerp soll sein Interesse an Mohamed Ali Zoma wieder aufgenommen haben. Der belgische Klub könnte dabei jedoch mit völlig anderen finanziellen Bedingungen konfrontiert sein als bei seinem ersten Versuch, den Offensivspieler zu verpflichten.
Laut Tuttomercato gehört Antwerp zu den Klubs, die Zoma beobachten. Nürnberg soll mindestens 15 Millionen Euro für den hoch veranlagten Spieler fordern. Die Erwartungen des deutschen Klubs könnten sogar noch höher liegen. Aufsichtsratschef Peter Meier soll gegenüber den Nürnberger Nachrichten von einer möglichen Ablöse in Höhe von rund 20 Millionen Euro gesprochen haben.
Nürnberg steht dabei keineswegs unter Verkaufsdruck. Zoma besitzt einen Vertrag bis 2029, zudem besteht für den Verein offenbar keine finanzielle Notwendigkeit, den Spieler abzugeben. Damit haben die Franken eine starke Verhandlungsposition und können für den mittlerweile deutlich wertvolleren Angreifer eine hohe Ablöse verlangen.
Antwerp kennt Zoma bereits. Der belgische Klub soll im vergangenen Jahr Kontakt zu dem Spieler aufgenommen haben, als dieser noch beim italienischen Klub AlbinoLeffe unter Vertrag stand. Marc Overmars und Sven Jaecques sollen damals direkten Kontakt zu Zoma gehabt haben. Eine Einigung kam jedoch nicht zustande.
Anschließend entschied sich Zoma für einen Wechsel nach Nürnberg. Der Bundesligist zahlte damals lediglich rund 800.000 Euro für den Spieler. Seitdem hat sich seine Entwicklung deutlich beschleunigt, wodurch Nürnberg nun in der Lage ist, eine Ablöse zu verlangen, die ein Vielfaches der ursprünglichen Investition beträgt.
Genau darin liegt die besondere Brisanz des erneuten Antwerp-Interesses. Der belgische Klub hatte bereits früh die Möglichkeit, Zoma zu verpflichten, doch nun haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen komplett verändert.
Die frühere Verbindung zwischen Antwerp und dem Spieler könnte dem Klub bei einem neuen Vorstoß zwar zugutekommen. Nürnberg hat allerdings keinen offensichtlichen Grund, seine Forderungen zu reduzieren, solange kein ernsthaftes Angebot auf dem Tisch liegt.
Der Unterschied ist bemerkenswert: Nürnberg verpflichtete Zoma für 800.000 Euro – nun könnte Antwerp bis zu 20 Millionen Euro aufbringen müssen, um ihn aus Deutschland loszueisen.
Antwerp ist also zu einem alten Transferziel zurückgekehrt. Nürnberg hat unterdessen offenbar eines ganz deutlich gemacht: Das Preisschild hat sich gewaltig verändert.