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Besser unter Polanski als unter Seoane? Die Zahlen sagen Ja – die Tabelle sagt etwas anderes

Borussia Mönchengladbachs Saison rutscht weiter gefährlich nahe an die Abstiegszone heran, während die Unsicherheit über Eugen Polanskis Fähigkeit wächst, seit seinem Amtsantritt eine nachhaltige Wende herbeizuführen.

Die jüngste Niederlage in Leipzig – in der Gladbach vor allem in der ersten Halbzeit phasenweise Kontrolle zeigte, am Ende aber dennoch mit 0:1 verlor – hat die Sorgen weiter verstärkt. In Kombination mit den Ergebnissen der Konkurrenz, insbesondere dem Sieg von 1. FC Köln am Sonntag, hat sich die Tabellenlage erneut verschärft: Gladbach steht nun auf Rang 14 der Bundesliga, nur noch fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.

Polanski, der vor dem vierten Spieltag nach der Trennung von Gerardo Seoane übernommen hatte, galt zunächst als stabilisierende Lösung. Zwar gab es zwischendurch leichte Fortschritte, doch die Gesamtentwicklung bleibt überschaubar. Sein Punkteschnitt von 1,12 pro Spiel zeigt eine Mannschaft, die weiterhin Schwierigkeiten hat, Struktur in konstante Ergebnisse umzuwandeln.

Ein genauerer Blick auf die Spiele ausschließlich unter seiner Leitung zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild. In einer sogenannten „Polanski-Tabelle“ würde Gladbach auf Rang vier stehen, klar im gesicherten Mittelfeld und mit einem deutlichen Polster von mehr als zehn Punkten auf die Abstiegsränge. Auf dem Papier deutet das auf eine spürbare Verbesserung seit seinem Amtsantritt hin.

Doch die Realität der gesamten Saison erzählt eine andere Geschichte. Verletzungen haben die Kontinuität beeinträchtigt, dennoch bleiben die Leistungen insgesamt unter den Erwartungen – insbesondere im Vergleich zu Bundesliga-Klubs mit ähnlichen oder sogar geringeren Ressourcen.

Der Endspurt lässt kaum Spielraum für Fehler. Für Gladbach stehen noch Mainz, Wolfsburg, Borussia Dortmund, Augsburg und Hoffenheim auf dem Programm – eine anspruchsvolle Serie aus direkten Duellen im Abstiegskampf und Spielen gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte.

Ob Polanski über den Sommer hinaus im Amt bleibt, dürfte letztlich weniger von der positiven Wirkung der alternativen Tabelle abhängen als vielmehr davon, ob die echte Tabelle am Saisonende genügend Abstand zur Gefahrenzone zeigt.

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