Ein deutsches Gericht hat einen aktiven Spieler der FCK II zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, nachdem er an einem tödlichen illegalen Straßenrennen beteiligt war, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Der Fall wirft einen langen Schatten auf den deutschen Fußball.
Der Vorfall ereignete sich am 1. Dezember 2023. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Spieler zur U21-Mannschaft von 1. FC Köln und nahm an einem Hochgeschwindigkeitsrennen auf der Autobahn A555 zwischen Köln und Bonn teil. Gemeinsam mit einem weiteren Nachwuchsspieler des Vereins trieb er sein Fahrzeug bis an die Grenzen – ein Verhalten, das von den Behörden später als rücksichtslos und tödlich eingestuft wurde.
Das Rennen fand spät am Freitagabend statt, kurz nachdem die U21 des FC im Regionalliga-Derby gegen Fortuna Köln im Franz-Kremer-Stadion ein 3:3-Unentschieden erreicht hatte. Auf dem Heimweg kollidierte eines der Fahrzeuge – Berichten zufolge mit über 200 km/h bei erlaubten 120 km/h – heftig mit einem Volkswagen Polo. Durch den Aufprall ging der Kleinwagen in Flammen auf.
In dem Fahrzeug befanden sich eine Mutter und ihre 23-jährige Tochter. Beide starben noch am Unfallort und machten aus einem Moment rücksichtslosen Verhaltens eine verheerende Tragödie.
Als Reaktion handelte 1. FC Köln schnell: Beide Spieler wurden vom Trainingsbetrieb suspendiert, und ihre Verträge wurden im Sommer 2024 nicht verlängert. Trotz der Schwere des Vorfalls fanden beide später neue Vereine, wobei einer seine Karriere bei der FCK II fortsetzt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben die Möglichkeit, Revision einzulegen. Vertreter des Kölner Vereins sagten im Prozess nicht aus.
Der Fall bleibt eine eindringliche Mahnung dafür, wie eine einzige rücksichtslose Entscheidung unumkehrbare Folgen haben kann – weit über den Fußballplatz hinaus.