Albert Grønbæk ist überzeugt, nach Jahren ständiger Vereinswechsel endlich die Stabilität gefunden zu haben, nach der er gesucht hat. Der dänische Mittelfeldspieler zeigte sich begeistert über seinen festen Wechsel zum Hamburger SV und hob das Vertrauen hervor, das ihm sowohl der Verein als auch Cheftrainer Merlin Polzin entgegengebracht haben.
Nachdem Grønbæk in den vergangenen zwei Jahren für vier verschiedene Vereine gespielt hatte – darunter drei Leihstationen vom französischen Erstligisten Stade Rennes –, ist die Zeit der ständigen Wechsel nun beendet. Der HSV verpflichtete den 25-Jährigen in diesem Sommer für rund 4,7 Millionen Euro fest. Für Grønbæk war dies die ideale Entwicklung seiner Karriere.
„Für mich ist es das Beste, was passieren konnte.“
Während des Trainingslagers des HSV in Helsingør zählt der dänische Nationalspieler zu den gefragtesten Profis. Zahlreiche dänische Medien wollten mit ihm sprechen. Gleichzeitig erleichtert seine Vertrautheit mit der Hafenstadt und dem Teamhotel Marienlyst seinen Mannschaftskollegen die Eingewöhnung. Genau dort hatte Grønbæk Anfang Juni auch seinen langfristigen Vertrag beim Bundesliga-Klub unterschrieben.
Obwohl seine Leihe in der Rückrunde der vergangenen Saison durch eine Verletzung beeinträchtigt wurde und er dadurch lediglich sieben Einsätze mit einem Tor und zwei Vorlagen absolvierte, überzeugte er den HSV mit seinen Leistungen und seiner Einstellung von einer festen Verpflichtung.
Rückblickend erklärte Grønbæk, dass ihn die Unterstützung des Vereins bereits bei seiner Ankunft nachhaltig beeindruckt habe.
„Der Eindruck, den ich am ersten Tag hatte, war etwas, was ich noch nie erlebt habe. Ich hatte direkt eine Verletzung, aber das hat nichts daran geändert, wie sie mich behandelt haben. Sie haben an mich geglaubt. Sie haben mir gesagt, dass es egal ist, ob ich ein, fünf oder zehn Spiele mache – sie werden hier sein und weiter an mich glauben.“
Dieses Vertrauen zahlte sich aus. Vor allem in der Schlussphase der Saison entwickelte sich Grønbæk zu einem wichtigen Faktor für den HSV. Mit seinem Vierjahresvertrag blickt er nun voller Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit mit Cheftrainer Merlin Polzin, dessen Führungsstil er besonders schätzt.
„Merlin weiß genau, wie er jeden Spieler behandeln muss. Manchmal brauchen Spieler einen Tritt in den Hintern, manchmal einen Arm um die Schulter. Er kennt seine Spieler sehr gut und kann starke Beziehungen zu ihnen aufbauen.“
Grønbæk machte zugleich deutlich, dass er hohe Ansprüche an sich selbst stellt und seinen Trainer ausdrücklich dazu aufgefordert hat, ihn konsequent zu fordern.
„Ich habe ihm gesagt: Wenn ich nicht mein Bestes gebe, muss er mich anschreien und konsequent sein.“
Mit Blick auf die neue Saison möchte der Mittelfeldspieler das Vertrauen des Vereins mit intensiven und kreativen Leistungen zurückzahlen. Einen Wunsch für die laufende Transferperiode hat er allerdings noch: die Rückkehr von Fábio Vieira, der in der vergangenen Rückrunde gemeinsam mit ihm das HSV-Trikot getragen hatte.
„Es wäre unglaublich, wieder mit Fábio zu spielen. Ich denke, jeder sieht, was er kann. Es wäre großartig, wenn er zurückkäme.“