Die Transferprioritäten des 1. FC Kaiserslautern haben sich deutlich verschoben. Cheftrainer Torsten Lieberknecht machte klar, dass die Verpflichtung eines Mittelstürmers inzwischen oberste Priorität genießt.
Mit Blick auf die Kaderplanung betonte Lieberknecht, dass die Suche nach einem klassischen Angreifer aktuell im Mittelpunkt stehe.
„Die Priorität liegt vorne. Da müssen wir eine Lösung finden. Je früher, desto besser.“
Diese Aussage verdeutlicht die derzeitige Personalsituation im Sturmzentrum. Mit Mergim Berisha verfügt der FCK aktuell lediglich über einen erfahrenen etatmäßigen Mittelstürmer. Die beiden Neuzugänge Thierry Tazemeta und Ibrahim Kanaté gelten zwar als vielversprechende Talente, benötigen jedoch noch Zeit, um sich weiterzuentwickeln und dauerhaft Verantwortung im Profibereich zu übernehmen. Gleichzeitig bleibt offen, wann Torjäger Ivan Prtajin nach seinem Achillessehnenriss wieder einsatzbereit sein wird.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Lieberknecht mit seiner Einschätzung zu einem möglichen Transfer in der Defensive. Angesprochen auf die Gerüchte um einen kroatischen Innenverteidiger des SV Darmstadt 98, bei dem offenbar nur noch die Ablösesumme einer Einigung im Weg steht, äußerte sich der FCK-Coach überrascht.
„Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass Darmstadt 98 seinen besten Innenverteidiger gehen lässt.“
Diese Aussage blieb nicht ohne Reaktion. Sie hatte bereits zuvor Kritik von Darmstadts Cheftrainer Florian Kohfeldt hervorgerufen, der Lieberknechts öffentliche Einmischung in die Personalie missbilligte.
Trotz der drei Gegentore im 120-minütigen Testspiel zeigte sich Lieberknecht mit den offensiven Ansätzen seiner Mannschaft zufrieden. Gleichzeitig mahnte er an, dass einfache Ballverluste im zentralen Mittelfeld künftig konsequent vermieden werden müssten, um in den Pflichtspielen erfolgreicher aufzutreten.