Der Hamburger SV hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Verpflichtung des nigerianischen Stürmers Terem Moffi gemacht. Der Bundesligist soll sich mit OGC Nizza auf einen Transfer des 27-jährigen Angreifers geeinigt haben.
Nach Angaben des Transferjournalisten Santi Aouna haben Nizza und Hamburg die Transfermodalitäten geklärt. Damit bleibt Moffis persönlicher Vertrag mit dem deutschen Klub die letzte große Hürde. Die Gespräche mit dem nigerianischen Nationalspieler laufen weiter, während der HSV versucht, den Transfer endgültig abzuschließen.
Die Entwicklung stellt einen bedeutenden Fortschritt in den seit mehreren Wochen laufenden Bemühungen um Moffi dar. Hamburg war bereits Anfang des Monats als ernsthafter Interessent aufgetaucht. Berichte aus Deutschland deuteten darauf hin, dass der Bundesliga-Aufsteiger Gespräche mit Nizza aufgenommen hatte.
Moffis Kapitel in Nizza nähert sich dem Ende
Moffis Abschied vom französischen Klub zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab. Nach seiner Rückkehr von einer Leihe zum FC Porto machte Nizza deutlich, dass der Stürmer den Verein verlassen darf.
Moffi stand zwar noch bis Juni 2027 unter Vertrag, wurde jedoch auf die Liste der Spieler gesetzt, die den Klub verlassen können. Anschließend entschied Nizza, dass Moffi gemeinsam mit Kevin Carlos und Salis Abdul Samed getrennt von der ersten Mannschaft trainieren sollte, während nach neuen Vereinen für die Spieler gesucht wurde.
Der Nigerianer war nach Nizza zurückgekehrt, nachdem Porto nach seiner sechsmonatigen Leihe auf die Aktivierung der Kaufoption in Höhe von 8 Millionen Euro verzichtet hatte. Für den portugiesischen Klub absolvierte Moffi 15 Einsätze und erzielte zwei Tore, konnte die Verantwortlichen jedoch nicht von einer dauerhaften Verpflichtung überzeugen.
Hamburgs Suche nach einem neuen Stürmer
Für den HSV würde die mögliche Verpflichtung Moffis eines der dringendsten Probleme im Kader lösen. Hamburg sucht nach mehreren Abgängen weiterhin nach zusätzlicher Offensivqualität und sieht im Nigerianer eine erfahrene Option für die Bundesliga.
Cheftrainer Merlin Polzin hat bereits angedeutet, dass der Verein weiterhin an der Verpflichtung eines weiteren Stürmers interessiert ist. Moffis Profil passt dabei zu den Anforderungen: Der Angreifer bringt körperliche Präsenz, internationale Erfahrung und zahlreiche Einsätze auf höchstem europäischem Niveau mit.
Vor seiner schwierigen Phase in Nizza hatte sich Moffi insbesondere beim FC Lorient als produktiver Ligue-1-Stürmer etabliert. Seine Leistungen brachten ihm schließlich den Wechsel zu Nizza sowie einen festen Platz in der nigerianischen Nationalmannschaft ein.
Neue Chance für einen Neustart
Ein Wechsel nach Hamburg könnte Moffi die Möglichkeit geben, seiner Karriere in einem neuen Umfeld wieder Schwung zu verleihen.
Seine Entwicklung wurde in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen beeinträchtigt, darunter eine schwere Knieverletzung, die ihn über einen längeren Zeitraum außer Gefecht setzte. Auch seine anschließende Zeit bei Nizza verlief nicht so konstant, wie man es von einem Stürmer seiner Klasse erwartet hatte.
Ein Wechsel in die Bundesliga könnte daher für beide Seiten von großer Bedeutung sein. Der HSV würde einen Angreifer mit Erfahrung auf höchstem Niveau verpflichten, während Moffi die Chance erhalten würde, seinen Ruf wieder aufzubauen und sich im deutschen Fußball zu etablieren.
Die letzte Hürde bleibt
Trotz der angeblichen Einigung zwischen Nizza und dem HSV ist der Transfer noch nicht offiziell abgeschlossen.
Moffi muss sich noch mit dem deutschen Klub auf die persönlichen Vertragsbedingungen einigen. Die Gespräche zwischen seinem Umfeld und den Hamburger Verantwortlichen laufen derzeit weiter.
Sollte eine Einigung erzielt werden, könnte der nigerianische Stürmer zu einer der prominentesten Offensivverstärkungen des HSV werden, während sich der Klub auf seine Rückkehr in die Bundesliga vorbereitet.
Nachdem Nizza dem Transfer offenbar grünes Licht gegeben hat, richtet sich der Fokus nun vollständig auf Moffi.
Hamburg hat die erste Hürde genommen. Jetzt müssen die Hanseaten den Nigerianer davon überzeugen, Ja zum HSV zu sagen.